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Der Ureinwohner Pujiono wurde von Söldnern in die örtliche Ölmühle in der Provinz Jambi verschleppt und zu Tode gefoltert. An den Händen trug er Handschellen, seine Füsse waren zusammengebunden, als er von der Palmöl-Firma Asiatic Persada in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dort wurde er offenbar nicht entsprechend seiner Verletzungen behandelt und starb.

Feri Irawan sagt: „Es herrscht Krieg, ein Krieg, den niemand von uns wollte.“ Es wird geschossen, Menschen werden krankenhausreif geschlagen. 2000 Söldner und Sicherheitskräfte, die von Asiatic Persada bezahlt worden seien, stehen den Einheimischen gegenüber.

Feri Irawan hat die Leiche von Pujiono aus dem Krankenhaus geholt und den Mord bei der Polizei angezeigt. „Wir geben nicht auf“, betont er. „Morgen gehen wir wieder los, ohne Waffen. Viele von uns kommen zu Fuss, unserer Kinder sind barfuss. Wir sind über tausend Leute.“

Damit spitzt sich der jahrelange Kampf der Waldnomaden vom Volk der Suku Anak Dalam auf Sumatra dramatisch zu. Im Dezember vergangenen Jahres waren 500 Familien vor Soldaten geflohen und hatten vor dem Gouverneurspalast in der Provinzhauptstadt Zuflucht gesucht. Nachdem sie von dort vertrieben wurden, hinderte der Palmöl-Konzern Asiatic Persada sie daran, auf ihr Land zurückzukehren. Ende Februar kam es zur Konfrontation mit der Polizei.

Der Kampf um das Land der Waldnomaden steht im Zusammenhang mit der Biodiesel-Politik der EU und der Bundesregierung. Ein Grossteil des Pflanzenöls, das dem Diesel beigemengt werden muss, stammt von den Palmöl-Plantagen Indonesiens.

https://www.regenwald.org/aktion/943/mord-fuer-eu-biodiesel-stoppen-sie-das-herr-gabriel