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«Die Studie aus dem Jahr 2000 galt als «Goldstandard» und damit als Beweis dafür, dass das umstrittene Monsanto-Herbizid «Roundup» mit dem Wirkstoff Glyphosat sicher ist, keinen Krebs erregt und für die Umwelt unbedenklich ist. Sie erschien im Fachjournal «Regulatory Toxicology and Pharmacology», auf dessen Studien sich die Behörden stützen, wenn es darum geht, ein Produkt zuzulassen und Grenzwerte festzulegen.»

«Im letzten Dezember musste das Journal die Studie zurückziehen. Interne Dokumente hatten gezeigt, dass die Studie von Monsanto-Mitarbeitern manipuliert wurde und Monsanto-Mitarbeiter sogar Ghostwriter waren. Folgen hat dies für Monsanto keine: Der umstrittene Konzern war 2018 für 63 Milliarden Dollar vom deutschen Chemiekonzern Bayer übernommen worden, der sich damit auch gleich Milliardenklagen einhandelte. Ein Zustand, der sich durch den Rückzug der Studie noch verschärfen wird.»

«Die Käuflichkeit einer wissenschaftlichen Zeitschrift ist das eine – und schon fast unbedeutend im Vergleich zur Korruption in angesehenen öffentlichen Institutionen wie den «National Academies of Sciences, Engineering and Medicine» (NASEM), der höchsten wissenschaftlichen Instanz der USA. Auch, wenn es um die Zulassung unter anderem von Herbiziden und der Gentechnik geht.»

«Der Schaden, den diese Zeitschrift angerichtet hat, geht weit über eine korrupte Studie hinaus, die behauptete, Glyphosat sei sicher, obwohl es das nie war. Die Einstellung dieser Zeitschrift würde ein starkes Signal senden, dass korrupte Forschung aus der amerikanischen Gesellschaft verbannt werden sollte.»

https://www.infosperber.ch/medien/medienkritik/der-korrupte-abgrund-hinter-dem-rueckzug-der-glyphosat-studie/