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«Für Menschen ein Fest, für Tiere purer Stress: Die Silvester-Böllerei versetzt Wild- und Haustiere in Panik – mit oft tödlichen Folgen.»

«Dass es mal blitzt und donnert, sind Tiere von Gewittern gewohnt – die inzwischen kriegsähnliche Böllerei zum Jahreswechsel allerdings versetzt viele von ihnen in tödliche Panik. “Silvester ist eine Katastrophe für Tiere”, sagt Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Nach jeder Silvesternacht lägen tote Vögel in der Gegend, die in Panik etwa gegen Wände geflogen seien, in den Alpen stürzten Gämsen von Felsen, wenn an Almhütten Feuerwerk gezündet werde.»

«Feuerwerk boomt – die Nachfrage liegt in diesem Jahr auf Rekordniveau: Von Januar bis September wurden mehr als 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert, noch einmal fast zwei Drittel (62,6 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt berichtet.»

«Genaue Zahlen dazu, wie viele Tiere in der Silvesternacht in panischer Flucht verletzt werden oder sterben, gebe es nicht, sagt Hackländer. Ohnehin sei das tatsächliche Ausmaß wahrscheinlich weitaus größer: Etliche Tiere lebten im Winter auf Sparflamme – nicht nur die Winterschläfer, sondern zum Beispiel auch Singvögel und Rehe, die sich nicht mehr bewegten als zwingend nötig. Die tagelange Aufruhr um Silvester herum bedeute einen deutlich höheren Grundumsatz und damit schwindende Reserven.»

Anmerkung: Irgendwie passt das ganz gut zu einer mehrheitlich dekadenten und degenerierten Gesellschaft. Man wünscht sich nur das Beste und viel Gesundheit zum neuen Jahr – so weit so gut – aber fängt das neue Jahr mit einer katastrophalen Umweltvergiftung, Tierquälerei, Tiermord und einem alkoholbedingten Kater an. Wenn wundert es da, dass der Rest des Jahres genauso beschissen weitergeht. Es sei an dieser Stelle auch an die vielen Schwerkranken und Sterbenden erinnert, auf die auch keine Rücksicht genommen wird.

https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Silvester-Feuerwerk-Fuer-Tiere-endet-der-Jahreswechsel-oft-toedlich-_16018_1.html