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Untersucht wurde, wie tägliche Sitzdauer und Kaffeekonsum jeweils und gemeinsam mit dem Risiko für Sterblichkeit aus allen Ursachen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) bei erwachsenen Menschen zusammenhängen.

Die Analyse nutzte Daten aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) für 10 639 Erwachsene, die zwischen 2007 und 2018 befragt wurden. Die Sterbedaten stammten aus dem National Death Index bis zum 31. Dezember 2019. Sitzzeit wurde selbst angegeben und der Kaffeekonsum über eine 24-Stunden-Ernährungsbefragung erfasst.

Sitzdauer und Sterblichkeit

Personen, die mehr als 8 Stunden pro Tag sitzen, haben ein deutlich höheres Risiko zu sterben — sowohl insgesamt als auch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen — im Vergleich zu Personen, die weniger als 4 Stunden sitzen.

Kaffeekonsum und Sterblichkeit

Menschen im obersten Viertel des Kaffeekonsums haben ein geringeres Risiko für Sterblichkeit (sowohl insgesamt als auch CVD-bezogen) als Personen, die überhaupt keinen Kaffee tranken.

Gemeinsame Betrachtung von Sitzen und Kaffee

Die erhöhte Sterblichkeit durch längeres Sitzen zeigt sich hauptsächlich bei Personen, die keinen Kaffee tranken.

Unter denen, die Kaffee tranken, war der Zusammenhang zwischen längerer Sitzzeit und höherer Sterblichkeit nicht signifikant sichtbar.

Nicht-Kaffeetrinker, die täglich 6 Stunden oder mehr sitzen, hatten ein deutlich höheres Sterberisiko als Kaffeetrinker mit weniger Sitzzeit.

Fazit

Langes Sitzen ist mit einem höheren Sterberisiko verbunden.

Kaffee scheint potenziell protektiv zu wirken — also mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert zu sein.

Besonders stark zeigte sich der Effekt in Kombination: langes Sitzen ohne Kaffee war mit den höchsten Sterberisiken verbunden, während dieser Zusammenhang bei Kaffee­trinkern abgeschwächt war.

Referenz: Zhou, H., Nie, J., Cao, Y. et al. Association of daily sitting time and coffee consumption with the risk of all-cause and cardiovascular disease mortality among US adults. BMC Public Health 24, 1069 (2024). https://doi.org/10.1186/s12889-024-18515-9