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Kommentar von Dr. Chris Methmann von Foodwatch dazu:

«ich habe es lange nicht glauben können, aber jetzt ist es passiert. Gestern Abend haben sich EU-Parlament, Rat und Kommission informell geeinigt: Begriffe wie „Veggie-Hühnchen” und „Tofu-Rippchen” werden verboten – also Begriffe, die sich auf Tierarten oder Fleischstücke beziehen.  [1]

Nicht weil Verbraucher:innen verwirrt wären – das haben wir widerlegt. [2] Was steckt hinter dieser Entscheidung?

  • Die Fleischlobby schickt seit Jahren Heerscharen von Lobbyisten nach Brüssel – mit Millionenbudgets und direktem Draht in die Verhandlungen.
  • Rechtskonservative Parteien haben Veggie-Produkte zum Kulturkampfthema erklärt: Fleisch essen sei traditionell, normal, identitätsstiftend. Alles andere sei Ideologie. [3]
Das Ergebnis trifft ausgerechnet die Menschen, die gar nicht radikal leben wollen – sondern einfach etwas weniger Fleisch essen, ohne ihre Gewohnheiten komplett umzuwerfen.
Doch noch ist unsicher, ob das Parlament der Absprache formell zustimmt. Kritische Stimmen mehren sich. Und auch wir bleiben dran: Politik für die Fleischlobby, ob in Berlin oder Brüssel, nehmen wir nicht einfach hin. Wir recherchieren die Lobby-Verbindungen hinter diesem Deal. Wir tragen unsere Kritik öffentlich in die Debatte