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Ein Artikel beschreibt den tragischen Fall eines 35-jährigen US-Amerikaners mit einem Körpergewicht von 383 kg (BMI ca. 115). Er litt an extremer Adipositas sowie zahlreichen Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzschwäche, Asthma, Niereninsuffizienz und Depression. Aufgrund der massiven Fettansammlungen konnte er nicht mehr ausreichend atmen, wodurch sich lebensgefährlich viel Kohlendioxid im Blut ansammelte.

Mehrfach musste er künstlich beatmet und nach Kreislaufstillständen wiederbelebt werden. Viele diagnostische und therapeutische Massnahmen scheiterten an seinem extremen Gewicht – beispielsweise war eine Computertomographie nicht möglich, eine bariatrische Operation zu riskant und es fand sich keine geeignete Pflegeeinrichtung für die Langzeitbeatmung. Schliesslich entschied sich der Patient nach ausführlichen Gesprächen mit Ärzten, Angehörigen sowie Ethik- und Palliativteam, die Beatmung beenden zu lassen. Er verstarb nach 30 Tagen im Spital.

Selbst nach seinem Tod entstanden erhebliche praktische Probleme: Es gab zunächst keine geeignete Kühlmöglichkeit für den Leichnam, und die gewünschte Kremation war nur in einem speziell ausgerüsteten Krematorium möglich.

Der Artikel verdeutlicht zudem die erheblichen medizinischen Herausforderungen bei der Behandlung extremer Adipositas und weist darauf hin, dass schwere Fettleibigkeit in den USA deutlich häufiger vorkommt als in der Schweiz und weltweit weiter zunimmt.

Meine Anmerkungen

Warum wäre eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung die Lösung derartiger Probleme darstellt

Der Artikel beschreibt zwar nicht die Ernährungsgewohnheiten des Patienten, doch ein Ernährungsmuster nach dem Vorbild der typischen amerikanischen Western Diet – reich an rotem und verarbeitetem Fleisch, Fast Food, zuckerhaltigen Getränken, Weissmehlprodukten und stark verarbeiteten Lebensmitteln – gilt als der Treiber von Adipositas und ihren Folgeerkrankungen.

Eine abwechslungsreiche vollwertige pflanzenbasierte Ernährung (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nüsse und Samen, möglichst wenig hochverarbeitete Lebensmittel) hätte aus mehreren Gründen bessere gesundheitliche Voraussetzungen geschaffen:

  • Niedrigere Energiedichte: Pflanzliche Vollwertkost enthält viel Wasser und Ballaststoffe und liefert bei gleichem Volumen deutlich weniger Kalorien. Das erleichtert die Gewichtskontrolle.
  • Mehr Ballaststoffe: Sie fördern das Sättigungsgefühl, verbessern die Darmgesundheit und helfen, den Blutzucker stabil zu halten.
  • Bessere Blutzuckerkontrolle: Vollwertige pflanzliche Ernährung kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und das Risiko für Typ-2-Diabetes senken bzw. dessen Verlauf günstig beeinflussen.
  • Günstiger für Herz und Gefässe: Sie enthält weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin und mehr ungesättigte Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Dadurch lassen sich Blutdruck und Blutfettwerte verbessern.
  • Weniger Entzündungen: Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte liefern zahlreiche antioxidative und entzündungshemmende Substanzen.
  • Entlastung der Atmung: Jedes verlorene Kilogramm reduziert die Belastung des Brustkorbs und den Sauerstoffbedarf des Körpers. Bei extremer Adipositas kann bereits eine moderate Gewichtsabnahme die Atmung spürbar erleichtern.

Eine abwechslungsreiche vollwertige pflanzenbasierte Ernährung ist nach den verfügbaren wissenschaftlichen Daten, die beste Methode, sein Idealgewicht zu halten oder zu erreichen. Sie hätte das Risiko für viele seiner Erkrankungen deutlich verringert und eine Gewichtsreduktion möglich gemacht. Ob sie den geschilderten Verlauf bei einem bereits so weit fortgeschrittenen Krankheitsbild noch hätte verhindern können, lässt sich jedoch nicht sicher sagen. Je früher ein gesundes Ernährungs- und Lebensstilmuster etabliert wird, desto grösser sind die Chancen, eine solche Entwicklung zu vermeiden.

https://www.infosperber.ch/gesundheit/der-mann-der-an-sich-selbst-erstickte/