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«Wer sich regelmäßig mindestens eine halbe Stunde moderat körperlich aktiv hält, reduziert nicht nur sein Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken, sondern auch an Brust- oder Darmkrebs. Besonders Frauen, die sich über das gesamte Leben hinweg viel sportlich betätigen, haben laut einer Studie mit knapp 1,5 Mio. Über-40-Jährigen aus dem Jahr 2023 ein geringeres Risiko, an Krebs allgemein und insbesondere an Brustkrebs zu erkranken, als solche mit geringer körperlicher Aktivität.»

«Eine Metastudie der American Association for Cancer Research aus 2021 zeigt darüber hinaus, dass das Rückfallrisiko geringer ist, wenn man sich sportlich betätigt und – bei hohem BMI – gleichzeitig das Gewicht reduziert.»

«Bewegung und Sport sind während und nach einer Krebstherapie (aber auch in der Palliativtherapie) wichtig und sinnvoll. Du kannst damit die Nebenwirkungen der Medikamente verringern sowie das allgemeine Wohlbefinden und somit die Lebensqualität steigern. Auch auf die Regenerationszeit wirkt sich Bewegung positiv aus. Zudem hat Sport einen positiven Einfluss auf die körperlichen Auswirkungen der Krebstherapie (Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Leistungsverlust). Auch die psychologischen Hürden (Erschöpfung/Fatigue, Depressionen, Ängste) kannst du durch Bewegung reduzieren bzw. präventiv vermeiden.»

«Bisherige Untersuchungen fokussieren besonders Brustkrebs, Leukämie und Knochenmarkskrebs und zeigen, dass Ausdauersport wie Joggen, Laufen und Radfahren sich nicht nur als machbar und sicher, sondern auch als besonders effektiv erweist. Aktuelle Studien an kleinen Untersuchungsgruppen geben außerdem Hinweise darauf, dass hochintensives Intervalltraining (HIIT) bei (fortgeschrittenen) Krebserkrankungen eine positive Wirkung hat.»

«Eine aktuelle Untersuchung des Universitätsklinikum Essen an 20 Krebspatienten, überwiegend mit Tumor in der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskrebs), hebt die positive Wirkung von HIIT hervor. Die Patienten, die sich gerade einer Chemotherapie unterzogen, absolvierten ein einmaliges 20-minütiges intensives Intervalltraining auf einem Fahrradergometer. Vor dem Training, direkt im Anschluss und eine Stunde nach der Belastung wurden Blutproben entnommen und die darin enthaltenen Immunzellen kontrolliert. Das Ergebnis: Bei den Krebspatienten erhöhte sich die Anzahl relevanter Immunzellen für etwa eine Stunde um 50 Prozent und fiel danach wieder auf den Ausgangswert zurück.»

«Wenn die aktuelle Verfassung etwa ein Lauftraining im gewohnten Umfang nicht zulässt, können Wandern, Walken oder Spazierengehen geeignete Alternativen sein.»

https://web.de/magazine/gesundheit/bewegung-vorbeugung-therapie-sport-krebs-42550072