«Nach einer Abstimmung des Europäischen Parlaments im Oktober 2025 und einer kürzlichen Einigung dürfen künftig zahlreiche vegetarische Begriffe in der EU nicht mehr mit Begriffen wie “Speck”, “Hühnchen” oder “Rippchen” beworben werden. Bevor die Regeln in Kraft treten, müssen die Mitgliedstaaten noch formell zustimmen. Für Hersteller bedeutet das neue Verpackungen, neue Produktnamen und zusätzliche Bürokratie. Kritiker fragen deshalb, ob Brüssel damit ein echtes Verbraucherproblem löst – oder nur neue Belastungen für Unternehmen schafft.»
«Der Mittelstand löscht den Waldbrand. Europa diskutiert die Farbe des Feuerlöschers.»
«Man könnte darüber lachen. Wenn es nicht so typisch wäre. Erst die Gurke. Jetzt das Steak. Das Muster kennen wir bereits: Ende der 1980er-Jahre sorgte die sogenannte “Gurkenverordnung” weltweit für Spott. Sie schrieb vor, wie stark sich eine Salatgurke der höchsten Handelsklasse krümmen durfte – maximal zehn Millimeter auf zehn Zentimeter Länge.»
«2026 geht es um die Krümmung der Sprache. Künftig dürfen pflanzliche Fleischalternativen Begriffe wie „Steak“, „Speck“, „Leber“ oder „Kotelett“ nicht mehr verwenden, wenn sie sich auf Tierarten oder bestimmte Fleischstücke beziehen. Hersteller erhalten drei Jahre Zeit, Verpackungen, Datenbanken, Marketing und Produktnamen anzupassen.»
«Doch Hand aufs Herz: Wer kauft ein Veggie-Hühnchen und stellt zuhause entsetzt fest, dass darin gar kein Huhn steckt?»
«Nicht eine einzelne Vorschrift bringt Unternehmen an ihre Grenzen Es sind hunderte kleine Vorschriften, die jeweils nur wenige Stunden Arbeit kosten – und sich am Ende zu einem Bürokratiegebirge auftürmen.»
Anmerkung: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Bürokratie und die Regulierungsdichte für Unternehmen mittlerweile ein nicht mehr tragbares Ausmass erreicht haben. Das ist eine Folge eines politischen Systems, das falsche Anreize setzt und häufig Personen in politische Spitzenpositionen bringt, die über keine praktische Berufs- oder Lebenserfahrung verfügen. Dieses Phänomen wird von Kritikern auch als Kakistokratie bezeichnet – die Herrschaft der Schlechtesten.
Aus meiner Sicht entsteht dadurch eine zunehmende Entfremdung zwischen politischer Entscheidungsfindung und der Realität von Arbeitnehmern, Selbstständigen und Unternehmen. Wer kaum oder keine eigene Erfahrung in der Wirtschaft gesammelt hat, entscheidet über Gesetze und Vorschriften, die Millionen Beschäftigte und Betriebe unmittelbar betreffen. Dass dies zu immer mehr Bürokratie, Regulierung und Absurditäten führt, überrascht daher kaum.
Die überbordende Bürokratie ist für mich jedoch nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems. Die politischen Entscheidungen während der Corona-Pandemie wegen eines relativ harmlosen Coronavirus – darunter Lockdowns mit erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen bis hin zur Vernichtung von Existenzen, umfangreiche medizinisch völlig unsinnige Testprogramme, Grundrechtseinschränkungen sowie der starke gesellschaftliche Druck auf Ungeimpfte – haben mein Vertrauen in die politische Führung völlig zunichte gemacht. Ich halte viele dieser Massnahmen rückblickend für total absurd und bin entrüstet darüber, dass die Risiken und der nicht vorhandene Nutzen der COVID-Impfungen verschwiegen wurden.
Dass viele Wähler dennoch immer wieder dieselben politischen Kräfte unterstützen, führe ich auf Defizite in der Bildung und eine oft unkritische Auseinandersetzung mit politischen Entscheidungen zurück. Die Konsequenzen zeigen sich aus meiner Sicht in einer stetig wachsenden Bürokratie, einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit und einer Entwicklung, die den Westen – insbesondere Deutschland – wirtschaftlich und gesellschaftlich noch weiter in den Abgrund führt.
