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Dr. med. Henrich
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Täglich erreichen mich viele Mails, in denen ich hinsichtlich veganer Ernährung um Rat gefragt werde. Obwohl bereits nahezu alle wichtigen Informationen zur veganen Ernährung auf der ProVegan-Website (www.ProVegan.info) einzusehen sind und ich gar nicht weiss, woher ich die Zeit nehmen soll, neben meinen anderen Tätigkeiten alle diese Anfragen zu beantworten, so versuche ich trotzdem fast jede Anfrage zu beantworten. Denn mir ist bewusst, welchen Schaden viele Veganer sich selbst und dem Veganismus insgesamt zufügen, wenn sie sich selbst oder ihre Kinder ungesund vegan ernähren. Gerade wegen dieser negativen Fälle, die in der Regel noch dazu Kinder betreffen und dann in der Presse breit getreten werden, erhalten die Tierindustrie und ihre skrupellosen Helfer Aufwind und ziehen die vegane Ernährung durch bewusst irreführende Fehlinformationen in den Schmutz. Das Schema ist dabei fast immer gleich: Es werden verschiedene Nährstoffe aufgezählt, an denen es bei der veganen Ernährung angeblich mangeln kann und welche gesundheitlichen Schäden dann zu erwarten sind. Diese gesundheitlichen Schäden gibt es leider durchaus, wenn die vegane Ernährung ungesund bzw. falsch durchgeführt wird. Zudem wird regelmässig der irreführende Eindruck vermittelt, bei veganer Ernährung drohe grundsätzlich ein Nährstoffmangel, so dass sie weder für Erwachsene noch für Kinder geeignet sei. Anstatt die Menschen zu informieren, wie man die vegane Ernährung richtig durchführt, um einen 100%igen gesundheitlichen Nutzen aus einer gesunden veganen Ernährung zu erzielen, raten diese interessengeleiteten, skrupellosen Pseudoexperten von der veganen Ernährung ganz ab. Dies ist genau so, als ob man grundsätzlich vom Autofahren abraten würde, nur weil es auch Dummköpfe gibt, die die Verkehrsregeln nicht beachten und dann verunfallen. Denn alles, was man falsch macht, zieht meistens negative Konsequenzen nach sich. Dies gilt natürlich auch für die Ernährung. Dabei ist eines ganz sicher:

Eine richtig durchgeführte vegane Ernährung ist nicht nur die gesündeste, sondern sogar die einzig gesunde Ernährung überhaupt!

Schlimm ist, dass viele Veganer für den schlechten Ruf der veganen Ernährung mitverantwortlich sind und ihn durch eigenes Fehlverhalten weiter verschlechtern, zumindest wenn wieder einmal ein Fall von Versagen bei der Presse landet. Die meisten Journalisten sind selbst Ernährungslaien und daher von den Informationen der Nahrungsmittelindustrie und ihrer verdeckten Helfer abhängig. Auf der anderen Seite scheint man sich nicht nur bei der Presse daran gewöhnt zu haben, dass die omnivore Ernährung mit Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern Krankheit und Leid in einem unglaublichen Ausmass verursacht. Diese Erkrankungen und diese Leiden hätten fast alle durch eine gesunde vegane Ernährung verhindert werden können.

Eine junge Mutter schrieb mir am 03.05.2014, dass sie sich zusammen mit ihrem Mann und ihrem Säugling seit 6 Monaten vegan ernährt, ohne Vitamin B12 zu supplementieren. Sie hatte nun Angst wegen ihres Kindes, weil sie eine Internetseite gefunden hatte, die Fälle von Unterversorgung mit Vitamin B12 bei Säuglingen auflistet: http://www.christiankoeder.com/2011/11/vegane-babys-und-kleinkinder-mit-b12.html

Da es ausserordentlich gefährlich ist, gerade in der Schwangerschaft und während der Stillzeit kein Vitamin B12 zu nehmen, weil ungeborene Kinder und gestillte Säuglinge wahrscheinlich durch etwaige B12-Reserven der Mutter nicht ausreichend versorgt werden können und deshalb Schwangere und Stillende immer B12 einnehmen müssen, habe ich ihr natürlich geraten, dem Säugling sofort täglich Vitamin B12 zu geben und beim Kinderarzt den B12-Blutwert untersuchen zu lassen. Anschliessend erhielt ich vom „verantwortungsvollen“ Vater noch eine Dankesmail mit nur einem Wort: „Quacksalber!“

Da fragt man sich schon, ob solch ein Vater wirklich geeignet ist, für sein Kind Sorge zu tragen. Man kann nur von Glück sprechen, dass die Mutter im Internet gesucht hatte und nach den ersten Fehlinformationen, die von einer B12-Supplementierung abrieten, dann doch seriöse Seiten gefunden hatte, so dass sie ihr Gesundheitsverhalten im Interesse ihres Kindes ändern konnte.

Kranke vegane Kleinkinder existieren nur, weil es so viele irreführende Fehlinformationen zu Ernährungsfragen gibt und weil es dumme, ignorante Veganer als Eltern gibt, die auf diese Fehlinformationen hereinfallen.

Die vielen Fehlinformationen über Ernährung im Allgemeinen und über vegane Ernährung im Besonderen im Internet und in Büchern sind unerträglich und ein ernstes Gesundheitsrisiko. Nicht nur Ernährungswissenschaftler und Ärzte veröffentlichen Ernährungsempfehlungen, die nicht dem wissenschaftlichen Stand entsprechen und die Gesundheit der Menschen massiv gefährden. Dies gilt insbesondere für angeblich „ausgewogene“ Ernährungsweisen mit Fleisch, Milchprodukten, Fisch und Eiern. Aber auch eine grosse Anzahl Laien fühlen sich berufen, ihre kruden Hirngespinste über Ernährung im Internet und in Büchern zum Besten zu geben. Die Leute haben von verrückten Diäten oder von abstrusen Ernährungsempfehlungen anderer Laien gelesen und fühlen sich dann selbst berufen, öffentlich krude Ernährungs- und Diätratschläge zu geben und damit andere ins gesundheitliche Unglück zu stürzen. Eine unerträgliche Situation. Konkret meine ich speziell im veganen Bereich folgenden Unfug:

  • Das Abraten von der Einnahme einer Vitamin-B12-Nahrungsergänzung bei veganer Ernährung.
  • Die Empfehlung von gesundheitsschädlichen Low-Carb-Diäten.
  • Die Empfehlung von Pflanzenölen und Pflanzenfetten (auch in hohen Dosierungen) als gesund.
  • Die Empfehlung von veganen Fertigprodukten mit viel Zucker, Weissmehl und Zusatzstoffen.
  • Das Abraten von Jodsalz oder einer anderen Jodquelle.

Unverantwortlich ist allerdings auch das Verhalten vieler Ärzte und Ernährungsberater, von der veganen Ernährung ganz abzuraten. Ob es an fehlendem Wissen, an zu engen Verbindungen zur Nahrungsmittelindustrie oder am fehlenden Mut, sich gegen den Mainstream zu stellen, liegt, mag dahingestellt bleiben, ein übles Fehlverhalten ist es in jedem Fall. Denn eine Ernährung mit Tierprodukten kann niemals gesund sein, weil Tierprodukte immer schädliche Substanzen enthalten. Lesen Sie dazu:

http://www.veganbook.info/warum-ist-eine-vegane-ernaehrung-nicht-nur-die-gesuendeste-sondern-die-einzige-gesunde-kost/

http://www.veganbook.info/umweltschadstoffe-fast-nur-in-tierprodukten-1/

Täglich muss ich gegen zwei Fronten kämpfen. Es ist nicht immer einfach, sowohl gegen die omnivoren als auch veganen Falschinformanten und Falschinformationen anzugehen. Da ich aber nicht wie viele andere Organisationen auf Beliebtheit und Mitgliederzahlen schaue, bin ich ausser den Tieren, den hungernden Menschen und der Umwelt nur den seriösen wissenschaftlichen Fakten verpflichtet. Deshalb werde ich auch weiterhin die unbequemen Wahrheiten benennen.

Abschliessende Empfehlung:

  1. Halten Sie sich an die 7 Hauptregeln der gesunden Ernährung: http://www.provegan.info/index.php?id=234&L=0
  2. Lesen Sie das Ernährungsbuch „China Study“ von Prof. Dr. T. Colin Campbell

Dr. med. Ernst Walter Henrich

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