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«Der Oberste Gerichtshof der USA hat Bayer/Monsanto im Streit um Krebswarnhinweise auf glyphosathaltigen Pestiziden recht gegeben. Doch das Urteil ist kein Freispruch für Glyphosat.»

«Der US Supreme Court hat Bayer/Monsanto einen wichtigen juristischen Erfolg verschafft: Der Agrarkonzern kann sich in den USA künftig deutlich besser gegen Klagen wehren, die sich auf fehlende Krebswarnhinweise auf Roundup stützen. Denn solange die US-Umweltbehörde EPA keine Krebswarnung auf dem Etikett verlangt, sind einzelstaatliche Schadensersatzklagen wegen fehlender Krebswarnhinweise auf Roundup-Etiketten durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Damit fällt für Betroffene ein zentraler Klageweg weg. Schadensersatzansprüche für Erkrankte, die darauf gestützt werden, Monsanto habe vor einem Krebsrisiko auf dem Etikett warnen müssen, dürften künftig deutlich schwerer durchsetzbar sein.»

«Vor Gericht ging es also nicht um eine neue wissenschaftliche Bewertung von Glyphosat, sondern um eine bundesrechtliche Zuständigkeits- und Vorrangfrage: Können nach einzelstaatlichem Recht Hersteller zu zusätzlichen Krebswarnhinweisen verpflichtet werden, obwohl die EPA diese Warnung nicht verlangt? Der Supreme Court hat das nun verneint.»

«Entscheidend bleibt die Frage, warum Glyphosat weiter in großem Umfang eingesetzt werden darf. Denn Glyphosat ist immer noch das weltweit und deutschlandweit am häufigsten verwendete Pestizid. Und das, obwohl die Risiken des Einsatzes längst belegt und der Politik bekannt sind. Schon 2015 kam die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO zu dem Schluss: Glyphosat ist „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“. Zudem schadet Glyphosat massiv der Artenvielfalt: Es vernichtet Ackerwildkräuter, entzieht Insekten die Nahrungsgrundlage und gefährdet damit ganze Nahrungsketten.»

«Die EU-Kommission hat Glyphosat 2023 trotz aller Risiken für weitere zehn Jahre zugelassen.»

Anmerkung: Auch dies ist ein Fall, der die zunehmende Verblödung in der Politik eindrucksvoll belegt. Dabei ist weniger die Skrupellosigkeit der korrupten Politik überraschend, Entscheidungen zum Nachteil der Bürger zu treffen, sondern vielmehr der Umstand, dass sich diese Politiker selbst, ihre Kinder und Familien schädigen! Denn Glyphosat ist mittlerweile in fast allen Körpern angekommen.

https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/meldungen/ein-sieg-fuer-bayer-kein-freispruch-fuer-glyphosat/