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Marina Reinders am 01.12.2012 um 08:21

Seit einigen Wochen ernähre ich mich nun auch vegan und kann mich mittlerweile ebenfalls nur begeistert über die neue Lebensweise äussern!
Überraschenderweise macht das Kochen jetzt viel mehr Spass und ich glaube, ich habe noch nie so gut gegessen wie es nun der Fall ist – was ich zuvor doch immer etwas bezweifelt hatte.

Ich wollte allerdings auch gern etwas über meine Anfangsschwierigkeiten berichten, weil vermutlich mehrere Menschen von ähnlichen Problemen betroffen sein dürften, wie ich sie zunächst hatte:

Ich fühlte mich nach dem Weglassen der Milchprodukte nämlich erstmal extrem schlecht, war durchgehend schlapp und hatte das Gefühl, überhaupt nicht mehr satt zu werden, egal wie viel ich auch gegessen habe. Dies ist mir übrigens bereits diverse Male passiert, als ich schon vorher versucht hatte, meine Ernährung umzustellen, und so dachte ich jahrelang, dass mein Körper eben Milch braucht, da diese so gesund ist … Der Werbung zufolge, die einem überall entgegenspringt, schien der Gedanke leider viel zu lange durchaus Sinn zu machen.

Durch die erschreckenden Tatsachen, die hier so eindrücklich präsentiert werden und nachdem ich mich dann noch etwas weiter über die furchtbaren Zustände in dem System, in dem wir leben, beschäftigt hatte, war allerdings diesmal das Zurückkehren zu den alten Ernährungsgewohnheiten einfach keine Option mehr.

Da es mir allerdings nach wie vor schlecht ging, habe ich weiter nach möglichen Ursachen gesucht und schliesslich – eher wenige – Berichte darüber gefunden, dass Milch diverse Suchtstoffe (Caseomorphine) enthält, die den Quellen zufolge eigentlich dafür sorgen sollen, dass sich das Kalb während der Zeit des Säugens an die Mutter anbindet – und daher nun reagieren demnach eben auch einige Menschen mit einer Abhängigkeit auf Milch und Milchprodukte.

Interessant war zudem, dass die aufgelisteten Entzugserscheinungen genau meinen eigenen Missempfindungen entsprachen und ausserdem, dass meine „Milchabhängigkeit“, soweit ich mich erinnere, anfing, als ich vor 12 Jahren begann unter schweren Schlafproblemen zu leiden.

Wichtig war für mich erst mal zu erkennen, dass Milch meinem Körper überhaupt nicht fehlen kann, weil einfach nichts drin ist, was er bräuchte bzw. was er nicht auch woanders viel besser und vor allem unschädlicher bekommen könnte, und warum es dann trotzdem ohne Milch irgendwie nicht so richtig zu gehen schien.

Ich denke auch, es wäre wichtig, dass über dieses Phänomen flächendeckender berichtet wird, denn ich habe bei meiner Suche immer wieder mal ein Forum gefunden, in dem Menschen genau dieselbe Frage gestellt haben, nämlich was denn in der Milch drin sei, dass sie sich davon so abhängig fühlen.

Dies wurde leider immer heruntergespielt – entweder wurde von „erfolgreicheren“ Vegan-Umstellern Verständnislosigkeit gezeigt, nach dem Motto „Das kann gar nicht sein, mir fehlt nichts“ oder Allesesser antworteten, dass das ja wohl das geringste Problem sei, weil Milch schliesslich gesund ist!

Mir selber ging es nach dieser Erkenntnis zwar noch längere Zeit nicht wirklich besser, aber schliesslich habe ich zu guter Letzt herausgefunden, dass bei mir ein Vitamin-D- und vor allem ein Magnesiummangel vorliegt, während ich die ganze Zeit versucht habe, die Mangelerscheinungen mit der „Wohlfühldroge“ Milch zu kompensieren.

Dass dies in vielen Jahren keinem der Fachärzte, die ich wegen Schlafstörungen und Muskelverspannungen aufgesucht habe, in den Sinn gekommen ist, zeigt jedenfalls leider mal wieder, wie es um unser Medizinsystem im allgemeinen bestellt ist.

Seit ich nun regelmässig Sterogyl nehme und auf die entsprechende Magnesiumzufuhr achte, bessert sich mein Zustand sprunghaft, und ich möchte nicht wirklich wissen, was eine Fehlernährung über weitere Jahre angerichtet hätte.

Insofern bedanke ich mich recht herzlich für die hier so umfangreich zur Verfügung gestellten wichtigen Informationen!

Aufgrund Ihrer Broschüre fängt nun auch meine Mutter an, sich vegan zu ernähren, und ich verteile sie gern im Bekanntenkreis weiter.

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