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«Die Behördendaten machen deutlich, dass Pestizid-Abdrift kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem des derzeitigen Einsatzes von Pestiziden ist. Da staatliche Luftkontrollen fehlen, dürfte die tatsächliche Belastung noch deutlich höher liegen.»

«Die Ergebnisse zeigen: Pestizide landen regelmäßig dort, wo sie nicht hingehören. Die Gründe: Sie können beim Spritzen verweht werden, an Staub- oder Bodenpartikeln haften oder nach der Anwendung verdampfen und über die Luft weitertransportiert werden. So gelangen sie auf Nachbarflächen, in Gärten, Schutzgebiete oder auf ökologisch bewirtschaftete Felder. Für Menschen, Umwelt und den Ökolandbau ist das ein erhebliches Problem.»

«Besonders betroffen ist der Ökolandbau:
Ein großer Teil der gemeldeten Abdriftfälle stammt aus ökologisch bewirtschafteten Betrieben. Pestizide können dort zu Rückstandsfunden führen und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, wenn die Erzeugnisse nicht mehr als Bio-Ware verkauft werden dürfen.»

https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/meldungen/umweltinstitut-analysiert-behoerdendaten-pestizid-abdrift-ist-kein-einzelfall/