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Das war zu erwarten: Die Presse stürzt sich auf die Studie der Uni Graz, zieht aber (fahrlässig oder vorsätzlich) die falschen Schlüsse daraus:

„Steak-Liebhaber können aufatmen: Laut einer österreichischen Studie bekommen Menschen, die Fleisch essen, seltener Krebs, einen Herzinfarkt oder Allergien.“

„Dem weitverbreiteten Klischee, dass Fleischverzicht generell gesundheitsfördernd ist, tritt das Ergebnis einer aktuellen Studie entgegen.“

ProVegan nimmt dazu Stellung:

1. In der Studie werden zwei ungesunde Ernährungsformen verglichen: vegetarisch und omnivor. Da erfahrungsgemäss Vegetarier den Verzicht von Fleisch und Wurst durch eine vermehrte Aufnahme von Milchprodukten sogar überkompensieren, also besonders viele Milchprodukte aufnehmen, muss man leider feststellen, dass sie von einer ungesunden Ernährungsform in die nächste wechseln. In Milch und Milchprodukten sind schon von Natur aus (also auch in Biomilch) extrem gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, wie zum Beispiel Tierprotein, Sexualhormone, Wachstumshormone, gesättigte Fette und Cholesterin, die für die schlimmsten chronischen Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose, Demenz, Alzheimer usw. verantwortlich gemacht werden. Darüber hinaus sind Milch und Milchprodukte laut wiederholten Untersuchungen des Schweizer Bundesamts für Gesundheit (BAG) und anderer Wissenschaftler die mit Abstand am höchsten mit Umweltgiften (Dioxine, PCPs) belasteten Nahrungsmittel. (92 % aller Giftstoffe in Nahrungsmitteln kommen aus Tierprodukten)

2. Vegetarische und omnivore Kost sind beide gesundheitsschädlich, weil Fleisch, Milchprodukte, Eier und Fisch laut ernährungswissenschaftlicher Studien gesundheitsschädlich sind:

Fleisch: http://www.provegan.info/de/studien/kategorie/studien-fleisch/

Milch und Milchprodukte: http://www.provegan.info/de/studien/kategorie/studien-milch/

Eier: http://www.provegan.info/de/studien/kategorie/studien-eier/

Fisch: http://www.provegan.info/de/studien/kategorie/studien-fisch/

Man braucht weder Arzt noch Ernährungswissenschaftler zu sein, um mit seinem gesunden Menschenverstand festzustellen, dass eine Ernährung mit gesundheitsschädlichen Tierprodukten keine gesunde Ernährung ergeben kann. Somit ist erklärbar, warum in dieser Ernährungsstudie Vegetarier einen schlechteren Gesundheitsstatus aufweisen als Omnivore. Oft schneiden aber in Studien die Vegetarier etwas besser als die Fleischesser ab, da die Vegetarier meistens einen insgesamt gesünderen Lebensstil pflegen. Gerade die gesundheitsbewussten Vegetarier glauben immer noch an das Märchen der Milchindustrie, dass Milch und Milchprodukte gesund seien, obwohl das Gegenteil der Wahrheit entspricht, und nehmen daher irrigerweise an, sich mit vielen Milchprodukten besonders gesund zu ernähren. Befinden sich nun in einer sehr kleinen Studie mit wenigen Teilnehmern eine Mehrheit von Vegetariern mit einem hohen Konsum von Milchprodukten und/oder einem eher ungesundem Lebensstil, so ist das Ergebnis der jetzigen Studie der Uni Graz durchaus erklärbar.

3. Aus dieser Studie aber die verrückte Schlussfolgerung zu ziehen, Fleisch sei unbedenklich oder sogar gesund, ist natürlich nicht haltbar, ja geradezu absurd. Ein Vergleich soll Ihnen dies deutlich machen: Wenn man den Gesundheitsstatus von rauchenden Menschen vergleichen würde, indem man die erste Gruppe die Zigaretten der Marke A und die zweite Gruppe die Zigaretten der Marke B rauch en lässt, dann sind wir uns sicherlich darüber einig, dass für beide Gruppen das Rauchen ungesund ist. Die untersuchenden Wissenschaftler stellen nun in dieser fiktiven Studie fest, dass die Raucher der ersten Gruppe mit der Marke A bessere Gesundheitswerte als die Raucher der zweiten Gruppe mit der Marke B aufweisen. Kann man daraus die Empfehlung ableiten, dass das Rauchen der Marke A gesund sei? Selbstverständlich nicht. Man kann höchstens daraus schliessen, dass das Rauchen der Marke A etwas weniger gesundheitsschädlich ist als das Rauchen der Marke B. Genau aus diesem Grund kann man auch nicht aus der Studie der Uni Graz ableiten (die zwei ungesunde Enährungsformen vergleicht), die ungesunde fleischhaltige Ernährung sei gesund, nur weil die vegetarische Ernährung noch ungesünder ist. Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Fleisch und Fisch in den wissenschaftlichen Studien sind so erdrückend, dass es daran keinen vernünftigen Zweifel geben kann. Steakliebhaber können also entgegen der völlig absurden Aussagen des Focus alles andere als aufatmen.

Fazit: Der Focus interpretiert entweder fahrlässig oder vorsätzlich die Ergebnisse der Studie völlig falsch. Das wichtige Ergebnis der Studie besteht vielmehr darin, dass eine vegetarische Ernährung wegen des Konsums von Milch und Milchprodukten tatsächlich sehr ungesund ist. Die Bevölkerung sollte endlich erkennen, dass Milch und Milchprodukte die ungesündesten Nahrungsmittel überhaupt sind und dass sie bisher über die Folgen des Konsums von Milch belogen und betrogen wurde.

Eine Ernährung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen wirklich gesund und dann aber auch die gesündeste Ernährung:

1. Eine Ernährung muss zu 100 % vegan sein.

2. Eine vegane Ernährung muss die 7 Hauptregeln beachten: http://www.vegangesund.info/de/die-7-regeln/
(Wichtig: Eine vegane Ernährung kann auch ungesund sein, wenn man die Regeln nicht beachtet!)

Hier der Artikel: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/asthma/therapie/gesundheitsrisiko-fleischverzicht-vegetarier-sind-haeufiger-krank-als-fleischesser_id_3644733.html

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