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Ich musste mich ständig mit allen möglichen Inhaltsstoffen auseinander setzen, nach den Zutaten fragen und mir selbst bei jedem Bissen meinen Kopf darüber zerbrechen, ob da nicht vielleicht doch noch Ei- oder Milchpulver enthalten ist.

Da hat die Dame verarbeitete Industrieprodukte gekauft, die erstens gesundheitlich eher bedenklich sind und zweitens das vegane Leben am Anfang tatsächlich schwer machen. Stattdessen sollte man direkt von Anhang an grossen Wert auf gesunde, naturbelassene Nahrungsmittel legen: Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.

„Ich sehnte mich nach Schokolade und Käsekuchen und war froh, als ich das den ersten Gouda essen konnte.“
„Nachdem mir aufgefallen ist, wie viel Milchprodukte ich zu mir genommen habe, will ich auch versuchen diese Mengen zu reduzieren.“
„Auch meine Mutter unterstützt meine Ernährungsumstellung und hat mir den Tipp gegeben, nicht zwangsweise jeden Tag auf Milchprodukte zu verzichten.“

Da gerade Milchprodukte (Casomorphine), Fette und raffinierter Zucker eine Sucht auslösen können, ist es unrealistisch, die Aufnahme kontrollieren bzw. reduzieren zu können. Dies gelingt, wenn überhaupt, in der Regel nur durch eine sehr starken Willen, den man kaum über längere Zeit aufrecht erhalten kann. Der beste Weg die Sucht nach diesen schädlichen Nahrungsbestandteilen zu stoppen, ist der völlige Verzicht auf Milchprodukte und raffinierten Zucker bei einer möglichst fettarmen Ernährungsweise. Nach ca. 5 bis 12 Wochen ist dann erfahrungsgemäss die Sucht überwunden.

„Kein Moralapostel“

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass sich manche Menschen genötigt fühlen, sich zu rechtfertigen, wenn sie Tiere, Umwelt, Hungernde und die eigene Gesundheit nicht mehr schädigen möchten. Immer wieder hört man, das man „kein Moralapostel“ sein wolle und auch „nicht missionieren“ möchte. Denn diejenigen, die etwas zum Positiven verändern möchten, werden ja gerne als „Gutmenschen“ von denen diffamiert, die die Umwelt, die Hungernden und die Tiere schädigen. Allerdings möchte ich weder die Moralapostel noch die Missionare missen. Denn nur durch sie habe ich persönlich die Informationen erhalten, die mein Leben positiv veränderten.

Perfide ist auch in diesem Zusammenhang die beliebte Fangfrage, ob Veganer „die besseren Menschen“ seien. Sagt man „ja“, dann gilt man als arrogant, wenn man mit „nein“ antwortet, dann stellt man selbst den ethischen Wert und den Sinn der veganen Ernährung in Frage. Warum sollte man vegan werden, wenn man dadurch nicht zum (moralisch und/oder gesundheitlich) besseren Menschen wird?

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