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«Meist machen nicht die Gene dick oder lösen Krebs aus, sondern unsere Lebensweise. Und diese lässt sich nicht mit Pillen ändern.»

«In Ländern mit traditioneller Kost – reich an Vollkorn und Hülsenfrüchten, arm an tierischen Fetten und industriell verarbeiteten Produkten – sind Übergewicht und viele chronische Krankheiten selten. Doch wandern Menschen aus solchen Regionen in Länder wie die USA, Grossbritannien oder Deutschland aus, übernehmen sie oder spätestens ihre Nachkommen das dortige Ernährungsangebot. Bald bewegen sie sich körperlich auch weniger als in ihren Heimatländern. Viele werden übergewichtig und ihr Krankheitsrisiko steigt stark an. Ihre Gene sind die gleichen geblieben. Nur ihre Umgebung hat sich verändert.»

«Vor dem Zweiten Weltkrieg erkrankten Frauen in den USA vier- bis siebenmal häufiger an Brustkrebs als Frauen in Japan und anderen ostasiatischen Ländern. Dort war Brustkrebs selten. Zuerst erklärte man dies mit einem unterschiedlichen Erbgut. Doch mit unterschiedlichen Genen hatte das nichts zu tun. Den Beweis lieferte 1993 eine grosse Fall-Kontroll-Studie: Wenn Frauen aus Japan oder anderen ostasiatischen Ländern in die USA einwanderten, stieg ihr Brustkrebsrisiko über ein bis zwei Generationen deutlich an. Es näherte sich dem Niveau der US‑Frauen. Der Grund: Die Japanerinnen hatten die ungesunde Lebensweise der Amerikanerinnen übernommen. Es geht vor allem um Junk-Food, Fleisch- und Milchfette sowie um deutlich weniger körperliche Aktivität.»

«Seit nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Frauen in Japan anfingen, mehr Milchprodukte und tierische Fette zu essen, nahm die Häufigkeit von Brust- und Eierstockkrebs auch in Japan langsam zu.»

«Die Medizin kann diese Ursachen der modernen Zivilisationskrankheiten nicht beseitigen. Sie behandelt nur die Krankheiten, die daraus entstehen.»

«Wollten Regierungen wirklich den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung verbessern und die durchschnittliche Lebenserwartung erhöhen, müssten sie zusätzliche Milliarden nicht in Spitäler und Medikamente investieren, sondern in Anreize für mehr körperliche Bewegung und massvolleres Essen, gegen Rauchen, übermässigen Alkoholkonsum, Feinstaub, PFAS und andere Schadstoffe.»

«Doch Regierungen und Parlamente bleiben weitgehend passiv. Sie kümmern sich nicht ernsthaft um die öffentliche Gesundheit, sondern schieben die Verantwortung auf die Einzelnen ab. Das ist eine Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik

Anmerkung: Die Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik beobachte ich schon seit langer Zeit. Und es wird immer schlimmer. Die Mehrheit der Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht (Prof. Noam Chomsky). Und sie will es auch nicht verstehen. Deshalb wählen sie Politiker, die sie in den Abgrund führen. Selbst das ist ihnen egal, solange sie Fleischberge in sich hineinschaufeln können, sie von verblödenden Fernsehsendungen unterhalten werden und der Krieg sie (noch) nicht selbst erreicht hat.

https://www.infosperber.ch/gesundheit/mehr-medizin-hilft-gegen-krebs-und-diabetes-nur-wenig/