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Eine Supplementierung mit Kreatin kann den Homocysteinspiegel im Blut senken.

Der biologische Hintergrund und die genauen Auswirkungen auf verschiedene Ernährungsformen zeigen, warum dieser Effekt auftritt:

Der biochemische Hintergrund

Wenn Ihr Körper Kreatin selbst in der Leber und den Nieren herstellt, benötigt er dafür eine erhebliche Menge an Methylgruppen. Diese Gruppen werden durch das Molekül SAM (S-Adenosyl-Methionin) bereitgestellt. Als Abfallprodukt dieser körpereigenen Kreatinsynthese entsteht Homocystein.

Tatsächlich verbraucht die körpereigene Produktion von Kreatin einen Grossteil der Methylierungskapazität des gesamten Körpers. Wenn Sie Kreatin von aussen als Nahrungsergänzungsmittel zuführen, signalisiert dies dem Körper, die eigene Produktion herunterzufahren. Dadurch wird weniger SAM verbraucht und in der Folge weniger Homocystein gebildet.

Warum das wichtig ist

Ein optimaler Homocysteinspiegel liegt in der Regel unter 10 µmol/l. Chronisch erhöhte Werte (Hyperhomocysteinämie) gelten als unabhängiger Risikofaktor für:

  • Gefässverkalkungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfälle
  • Schädigungen der inneren Blutgefässwände

Besondere Relevanz für Veganer und Vegetarier

Während Fleisch(fr)esser bereits einiges an Kreatin über die Nahrung aufnehmen, müssen Menschen mit einer rein pflanzlichen Ernährung ihren Kreatinbedarf komplett selbst synthetisieren.

  • Wenn zudem ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure vorliegt (welche für den Abbau von Homocystein benötigt werden), steigt der Homocysteinspiegel oft stark an.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine gezielte Kreatinsupplementierung (oft reicht bereits 1 Gramm täglich) den Homocysteinspiegel bei vegan lebenden Menschen signifikant senken und normalisieren kann.

Bei Menschen, die ohnehin viel Fleisch essen und bereits gut mit B-Vitaminen versorgt sind, fällt der homocysteinsenkende Effekt von Kreatin in Studien hingegen deutlich geringer oder uneinheitlicher aus.