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Frau Frielinghaus hat sich makrobiotisch falsch ernährt, hat auf irreführende, selbsternannte Ernährungsexperten gehört und beschuldigt nun absurderweise die vegane Ernährung, an ihren Gesundheitsproblemen schuld zu sein. Normalerweise gehe ich nur selten auf solche tierfeindlichen und gesundheitsfeindlichen Propagandaberichte der Tierqualindustrie ein, aber dieser Fall ist so abstrus, dass man diese lachhafte Kabarettnummer kurz beleuchten sollte. Aber er lehrt uns auch, dass man nicht auf Betrüger hören sollte, die propagieren, man brauche Vitamin B12 nicht zu supplementieren.

Nur ein Beispiel aus dem Interview:

Frage RP: Warum haben Sie nicht früher etwas gegen Ihren Vitamin-B12-Mangel unternommen? Sie wussten ja, dass der auftreten würde.

Frielinghaus: Meine Information war, dass der Körper sehr wenig B12 braucht und es in der Leber gespeichert ist. Bis der Mangel auftritt, kann es einige Zeit dauern. Das heißt, es ist lange Zeit gar nichts passiert. Im Gegenteil, es ging mir gut und ich habe keinen Mangel gespürt. Ich wollte den Mangel erst dann beheben, wenn er da ist. Das ist eigentlich eine vernünftige Einstellung, ist in diesem Fall aber ein Problem. Denn wenn die ersten Symptome auftreten, werden sie als solche häufig nicht erkannt. Es geschieht sehr schleichend und wirkt sich unter anderem auf die Psyche aus. Man bringt das erst mal nicht mit der Ernährung zusammen. Es dauert also einige Zeit, bis der Groschen gefallen ist. Die allermeisten Menschen werden die Symptome eines B12- Mangels nicht korrekt zuordnen können. Jetzt kann ich das, früher nicht. Hinzu kommt, dass man immer wieder auf Aussagen stößt, dass man den Bedarf über Algen und fermentierte Lebensmittel wie Miso oder auch Sauerkraut decken kann. Das verleitet dazu, es auszuprobieren und Zeit verstreichen zu lassen. Mir haben die Algen jedenfalls nichts gebracht, denn das Vitamin B12, das sie möglicherweise enthalten, ist für den Körper nicht verwertbar.

Anmerkung ProVegan (EWH): Etliche Betrüger im Internet behaupten, man brauche bei veganer Ernährung kein Vitamin B12 zu supplementieren. Das ist meistens fatal für diejenigen, die auf diese Betrüger hereinfallen. Allerdings hat Frau Frielinghaus nach eigener Aussage genau gewusst, dass es zum B12-Mangel kommen kann. Aber jetzt kommt der Clou: Anstatt vernünftigerweise dem Mangel vorzubeugen, wollte sie den Mangel erst beheben, wenn er da ist. Anstatt also zu verhindern, dass das Kind in den Brunnen fällt, lässt sie das Kind in den Brunnen fallen, um es dann wieder herauszuholen, auch auf die Gefahr hin, dass die Gesundheit irreversiblen Schaden erleidet. Trotzdem behauptet sie auch im Nachhinein, dass dies eine „vernünftige Einstellung“ sei, obwohl sie selbst erlebt hat, dass diese Einstellung massive Probleme verursacht. Sorry, aber das ist schlicht und einfach dumm. Damit nicht genug. Obwohl sie sehenden Auges in die Katastrophe schlidderte und dies selbst zu verantworten hat, macht sie jetzt die vegane Ernährung für das persönliche Totalversagen verantwortlich. Das ist nicht nur dumm, sondern auch moralisch widerlich.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass ich seit Jahren die Supplementierung von Vitamin B12 und die Einhaltung der 7 Regeln dringend empfehle, damit die vegane Ernährung auch wirklich die gesündeste ist. Auch das immer wieder vorgebrachte Argument, eine Supplementierung von B12 sei nicht „natürlich“, ist absurd:

  • Bei der Nahrungsaufnahme kommt es nicht darauf an, was natürlich ist, sondern was gesund ist.
  • Wenn der Mensch nur das tun dürfte, was natürlich ist, dann könnte er weder am Computer arbeiten noch sich nach einem Unfall in der Klinik operieren lassen.
  • Man kann auch auf natürliche Weise Vitamin B12 aufnehmen: Verschmutzte und mit Kot beschmierte Nahrungsmittel essen. Aber dies halte ich wiederum nicht für gesund. Ist aber natürlich :-)

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/ex-veganerin-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-aid-1.5277899

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