«Um 16 Uhr erfolgte der nächste Angriff, der direkt das Auto der Journalistinnen traf. Die beiden Frauen versteckten sich in einem Haus, wo sie auf das Eintreffen eines Rettungswagens des Roten Kreuzes warteten. Israels Armee wollte den Sanitätern aber anscheinend kein freies Geleit zusichern. Sie warnte offenbar auch die UNIFIL-»Blauhelm«-Truppen, die seit 1978 im Südlibanon den Frieden sichern sollen, die Straße nach Al-Tiri zu befahren. Wenig später habe Israel auch das Haus, in dem die beiden Frauen ausharrten, unter Beschuss genommen, so Sbeiti.»
Für den Reporter ist klar: «Es handelt sich eindeutig um Mord, da der Feind genau wusste, wer anwesend war, und der libanesische Staat, die Rettungsdienste und die Medien öffentlich erklärt hatten, dass es sich bei den Belagerten um Journalisten handelte.» Die schusssichere Weste mit der Aufschrift »Presse« schütze nicht mehr, schloss Al-Akhbar. «Im Gegenteil, sie ist zu einer Bedrohung für das Leben von Journalisten geworden. Das ist Teil einer systematischen israelischen Aggressionspolitik, die darauf abzielt, jeden zum Schweigen zu bringen, der versucht, die Verbrechen und Praktiken der Besatzung aufzudecken.»
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