«Ismail Tamizi verlor nach 38 Jahren seine Arbeit in Israel. Seitdem ist sein kleines Stück Land im Westjordanland sein Ein und Alles. Letzten Monat näherten sich Siedler seinem Grundstück, und einer von ihnen schoss auf Tamizi. Die israelische Polizei schiebt die Verantwortung auf das Militär, während das Militär sie wieder an die Polizei weitergibt.»
«Er liegt auf dem Rücken in einem Krankenhausbett, das seine Familie zu Hause für ihn bereitgestellt hat. Sein Blick ist zur Decke gerichtet. Seine Beine sind gelähmt. Der 60-jährige Ismail Tmaizi wird voraussichtlich für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt bleiben, nachdem ihn ein Siedler, der sein Land widerrechtlich besetzt hatte, am 5. Juni aus nächster Nähe in den Bauch geschossen hat. Die Kugel trat zwar am Rücken wieder aus, doch Splitter trafen seine Wirbelsäule.»
Anmerkung: Das sind die alltäglichen Gräueltaten Israels. Meines Wissens nach berichtet nur eine israelische Zeitung darüber, von westlichen Medien ganz zu schweigen. So gut wie immer ist der herausragende israelischen Journalist Gideon Levy bei diesen Berichten beteiligt. Dank ihm und HAARETZ erfährt die Welt von den israelischen Gräueltaten, wenn sie es denn nicht einfach ignorieren. Die westlichen Staaten, mit der Ausnahme Spaniens, unterstützen Israel und damit diese Gräueltaten bedingungslos, insbesonders die USA und Deutschland. Es macht einfach fassungslos, dass den Palästinensern täglich solche barbarischen Grausamkeiten widerfahren, insbesondere auch Babys, Kindern, Jugendlichen, Frauen und Schwangeren. Während Palästinenser täglich gefoltert und ermordet werden, geht das dekadente Leben des «Werte-Westens» seinen Lauf.
«Die dunkelsten Plätze in der Hölle sind reserviert für diejenigen, die sich in Zeiten einer moralischen Krise heraushalten wollen.» – Dante Alighieri, Inferno
«Ismail Tamizi und seine Frau Zarifa. Siedler steigen von den Hügeln herab, lassen ihre Herden auf fremden Feldern weiden und provozieren die Bewohner.» Foto: Alex Levac
