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(Aussage des Vorsitzenden der Tierschutzpartei Eck im Interview mit der BSZ)

In einem Interview vom 3.6.2014 in der BSZ sagt Eck:

„Die Entscheidung muss dem Konsumenten überlassen werden, ob jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller liegen, ob er diese Nahrungsmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet.“

Es ist sehr erstaunlich, dass der Vorsitzende der Tierschutzpartei den Konsum von Tierqualprodukten und damit die Massentötung von Tieren jedem selbst überlassen will, obwohl es doch eigentlich sein Ziel sein müsste, durch Öffentlichkeitsarbeit die Menschen davon zu überzeugen, keine Tierqualprodukte mehr zu konsumieren und in einem demokratischen Prozess die Mehrheit zu überzeugen und beschliessen zu lassen, dass das Töten von Tieren (und die damit verbunden Folgen für Klima, Umwelt und Hungernde) verboten werden. Was Eck jetzt sagt, das könnte auch von der Fleischindustrie und von allen anderen Parteien kommen: „Die Entscheidung muss dem Konsumenten überlassen werden, ob jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller liegen, ob er diese Nahrungsmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet.“

Gänzlich unverständlich werden die wenig tierfreundlichen Äusserungen Ecks im Zusammenhang mit seinem Holcaustvergleich, den er vor acht Jahren auf dem Besucherparkplatz der KZ-Gedenkstätte Dachau mit einem selbst gemalten Plakat, auf dem »Für Tiere ist jeden Tag Dachau« stand, demonstrierte (siehe Bild mit Eck). Wenn das Schicksal der Tiere mit dem der Naziopfer zu vergleichen ist, dann kann Eck doch jetzt nicht öffentlich fordern, dass es jedem selbst überlassen bleiben müsse, weitere Opfer zu produzieren!

Eck und die Tierschutzpartei geben vor, sich für Tierrechte einzusetzen. Aber wie kann Eck dann fordern, dass es jedem selbst überlassen sein müsse, das elementare Recht eines Tieres auf Unversehrheit und Leben durch den Konsum von Fleisch zu verletzen? Welche Menschenrechtsorganisation käme denn auf die absurde Idee zu fordern, dass es im Ermessen eines jeden Täters liegt, ob Menschenrechte verletzt werden“?

Quelle: http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/tierschutz-ist-der-beste-menschenschutz.html

Ist es tatsächlich Privatsache, was jemand isst?

Ganz sicher ist es keine Privatsache, dass der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe auslöst und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört.

Ganz sicher ist es keine Privatsache, dass jeder Tod eines Tieres und die systemimmanente Tierquälerei in der Tierhaltung und Schlachtung wegen eines banalen ungesunden Geschmackerlebnisses ein unerträgliches und zum Himmel schreiendes Unrecht darstellt.

Ganz sicher ist es keine Privatsache, dass täglich ca. 40.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den „Hungerländern“ stammt. (80 % der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.)

Ganz sicher ist nicht tolerierbar, dass sich die Menschen durch den Konsum von Fleisch, Milch, Milchprodukten, Eiern und Fisch die schwersten und tödlichen Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes, Alzheimer, Demenz, Adipositas usw. an(fr)essen, weil sie von korrupten „Experten“ vorsätzlich über den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit irreführend informiert werden.

Wenn sich jemand gegen die eigene Gesundheit entscheidet, mag das noch okay sein, auch wenn es über die Krankenkassen alle Versicherten belastet und ein eher unsoziales Verhalten auf Kosten aller darstellt. Wenn aber jemand dabei mitmacht, den Hungertod von Kindern und Erwachsenen zu verursachen, Tiere zu quälen und zu töten, die Erde für die nächsten Generationen unbewohnbar zu machen, dann ist das ein Unrecht zu Lasten aller Schwachen und keine Privatsache mehr.

„Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“ – Thomas Mann (Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger)

Warum Essen keine Privatsache mehr ist – eine kleine Auswahl von Presseberichten

Süddeutsche Zeitung: „Nur ist es inzwischen keine Privatsache mehr, was und wie viel wir essen. Es wird Zeit, sich vom Konsum von Tieren zu verabschieden.“
Referenz: http://www.sueddeutsche.de/leben/ethik-in-der-ernaehrung-nicht-fisch-nicht-fleisch-1.53590

EVB, Erklärung von Bern: „Es ist definitiv keine Privatsache mehr, was und wie viel wir essen.“
Referenz: http://issuu.com/erklaerungvbern/docs/doku-fleisch-weniger-ist-mehr

World Watch Institute: „der Fleischkonsum wird zu einem Problem für alle Menschen auf diesem Planeten“
Referenz: http://www.vegetarismus.ch/heft/2005-3/worldwatch.htm

Der katholische Theologe und Biologe Rainer Hagencord: „Das Fleischessen ist keine Privatsache mehr, man unterstützt damit ein ganzes System der industriellen Tierhaltung, der sogenannten Massentierhaltung, Soja aus Brasilien wird zugefüttert, die Tiere werden mit Antibiotika versorgt, damit sie überhaupt in den engen Ställen leben können.“
Referenz: http://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2013-02-14/theologe-hagencord-fleisch-essen-ist-keine-privatsache

Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN: „Es kommt zur Zerstörung natürlicher Lebensräume und dem Verlust wertvoller Agrarflächen. Dadurch verlieren Millionen von Menschen ihre Existenzgrundlage. Unser Hunger nach Fleisch ist also keine Privatsache mehr!“
Referenz: http://elan-rlp.de/files/elan_mv2013.pdf

TAZ: „Essen ist eine globale Angelegenheit. Die eigene Ernährungsweise wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf die Umwelt und andere Menschen weltweit aus. Das muss jedem klar sein“
Referenz: http://www.taz.de/!65461/

Kölner Stadtanzeiger: „Doch dabei wird eines übersehen: Essen ist längst keine Privatsache mehr.“
Referenz: http://www.ksta.de/noch-fragen-/veggie-tag-ohne-fleisch-geht-s-auch,15188068,23964384.html

Nur der Vorsitzende der Tierschutzpartei Eck sagt: „Die Entscheidung muss dem Konsumenten überlassen werden, ob jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller liegen, ob er diese Nahrungsmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet.“

Was stimmt denn jetzt?

Vergleich

Welche Aussage stimmt?

Aussage 1: „Glauben Sie mir, jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungrigen Kindes!“ Philip Wollen

(Philip Wollen ist der ehemalige Vizepräsident der Citibank, der im Alter von 34 Jahren vom australischen Magazin für Wirtschaft in die Top 40 Liste der einflussreichsten Führungskräfte aufgenommen wurde. Mit 40 Jahren änderte er sein Leben völlig, weil er seinen Beitrag gegen die Verbrechen an Tieren, Menschen und Umwelt leisten wollte.)

Aussage 2: „Die Entscheidung muss dem Konsumenten überlassen werden, ob jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller liegen, ob er diese Nahrungsmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet.“ Stefan Bernhard Eck

(Stefan Bernhard Eck ist Vorsitzender der „Tierschutzpartei“ und neuer Europaabgeordneter)

Hier die gesamte Rede von Philip Wollen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=yYTlclsy6wA

Hier das Interview mit Stefan Bernhard Eck: http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/tierschutz-ist-der-beste-menschenschutz.html

Das Video von Tobias Schlegel macht 2 Dinge glasklar:

Video Schlegel

1. Die Entwicklung des Veganismus ist primär von Intelligenz und Empathie abhängig, denn die Saat der Information kann nur aufgehen, wenn genügend Empathie und/oder Mitgefühl vorhanden sind.

2. Die Aussage des Vorsitzenden der Tierschutzpartei Eck („Die Entscheidung muss dem Konsumenten überlassen werden, ob jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller liegen, ob er diese Nahrungsmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet.“) ist tierrechtlich nicht nur falsch, sondern führt in der Praxis zur Zementierung bzw. eventuell sogar zur Förderung des Fleischkonsums. Denn Menschen wie im Film gezeigt stören sich nicht am Leid der Tiere, am Hungertod von täglich etwa 40.000 Kindern, an der Zerstörung von Klima und Umwelt. Wenn schon der Vorsitzende einer Tierschutzpartei sagt, jeder müsse es selbst wissen, dann entsteht zusätzlich der Eindruck, dass Fleischkonsum nicht so schlimm sei. Deshalb kann man nur darauf hoffen, in einem demokratischen Prozess durch gute Informationen eine Mehrheit für ein Fleischverbot zu begeistern. Es ist abwegig zu glauben, durch Informationen alle überzeugen zu können.

https://www.youtube.com/watch?v=lq8uPDrKP9w

Die Tierschutzpartei, ihre internen Machenschaften und ihre öffentliche Darstellung

Tierschutzpartei

Am 3. Juni 2014 las ich das erstaunliche Interview mit dem Vorsitzenden der Tierschutzpartei und neuen Europaabgeordneten Eck im SPIEGEL (siehe Bild und Link) und postete es auf FB. Ich fand das Interview äusserst kurios. Aber was war los mit Eck? Offen gesagt, ich bin kein Fan von Eck, insbesondere nachdem sein Generalsekretär Jürgen Gruner aus der Partei gemobbt wurde, trat ich vor Jahren aus dieser Partei aus. Gruner war ein sehr guter und engagierter Tierschützer. Eine ehrliche und aufrichtige Haut, die in der Tierschutzpartei nicht mehr erwünscht war. Gruner gab frustriert auf und ging der Tierrechtsbewegung ganz verloren. Sehr schade.

Das eigentliche Interview mit Eck im SPIEGEL war schon sehr speziell, aber die anschliessende Stellungnahme von Eck, die mir von Mitgliedern der Tierschutzpartei zur Verfügung gestellt wurde, war dann noch erstaunlicher (daraus 3 Zitate):

„….dass das Spiegel-Interview das 7. oder 8. Interview war – da leidet die Konzentration“

(Wie bitte? Eck ist Politiker und Interviews gehören zum Kerngeschäft! Ist der Mann etwa jetzt schon überfordert?)

„Der Spiegel weiß jetzt, dass ich nicht in Ehrfurcht erstarre. Das war es mir wert.“

(Nur damit der Spiegel weiss, dass Eck nicht in Ehrfurcht erstarrt, macht Eck sich und den Tierschutz lächerlich? Geht es ihm denn nur um sein Ego?)

„Wenn man neu im politischen Geschäft ist, muss man auch Aufmerksamkeit erregen, sonst geht man bei 751 EU-Abgeordneten unter. Mit der Verweigerung für den SPIEGEL ist man erst mal im Gespräch.“

(Kennt Eck keine besseren Möglichkeiten im Gespräch zu bleiben als sich lächerlich zu machen? Ist man etwa immer noch neu im politischen Geschäft, wenn man seit 7 Jahren Vorsitzender einer Partei ist?)

Nachdem ich das Interview (zunächst ohne weiteren Kommentar) gepostet hatte, wurde ich aus dem Dunstkreis der Tierschutzpartei beschimpft, sinngemäss in der Art, dass man das SPIEGEL-Interview nicht weiter verbreiten dürfe, weil es eine Kritik gegen Eck darstelle. Wie bitte? Offenbar verkennen diese Leute, dass wir in einer Demokratie mit Pressefreiheit leben und nicht in einer totalitären Diktatur, in der unangenehme Berichte über Partei und Diktator verhindert werden. Warum sollen die Menschen nicht die Wahrheit über das erfahren, was sie gewählt haben?

Es wurde mir auch vorgeworfen, dass ich mich mit der Veröffentlichung des SPIEGEL-Interviews an einem Mobbing beteiligen würde, obwohl ich doch einen Artikel gegen Mobbing im Internet verfasst hatte. Dabei verkennen diese Leute, dass es bei dem von mir kritisierten Internet-Mobbing um Verleumdungen und Lügen geht, die von Anonymen ins Internet gestellt werden, was zu einer grassierenden Seuche im Internet geworden ist. Bei der Berichterstattung über das SPIEGEL-Interview von Eck geht es aber um Tatsachen und Fakten, die der Wahrheit entsprechen. Das SPIEGEL-Interview wurde weder vom SPIEGEL noch von mir erfunden, um Eck oder TSP zu schaden. Im Rahmen dieser Diskussion über das SPIEGEL-Interview wurde auch von Externen ein Link der Website tierschutzpartei-leaks.info gepostet, die von Tierschutzpartei-Insidern stammt, die eine Reform der Partei wünschen, aber aus Angst vor Repressalien anonym bleiben möchten. Dass ich dieses Posting nicht löschte, wurde mir ebenfalls vorgeworfen. Auf dieser Website werden die Artikel zwar anonym verfasst, sind aber nach meinem Eindruck weder Lügen oder Verleumdungen, sondern nachprüfbare Berichte von Insidern der Tierschutzpartei. Mir wäre zwar lieber, wenn sich die Insider mit vollem Namen zu erkennen geben würden, aber in diesem Fall ist mir die Nichtnennung des Namens durchaus verständlich, weil ich im Fall Gruner (siehe oben) die Methoden der Partei kennengelernt habe und weil es sich nach meinem ersten Eindruck um die Nennung von nachprüfbaren Fakten über Eck und die Partei handelt, die der Wähler kennen sollte.

Leute aus dem Dunstkreis der Tierschutzpartei beschimpften mich also, weil ich nachprüfbare Fakten wie das SPIEGEL-Interview veröffentlichte! Wohlgemerkt ging es nicht darum, dass etwa Lügen über die Partei verbreitet werden, sondern darum, dass peinliche Fakten, die die Partei und Eck selbst verschuldet hatten, nicht veröffentlicht werden sollten. Ich fragte mich natürlich, was für ein Sammelbecken diese Partei unter der Führung von Eck mittlerweile geworden war, die ich in den letzten Jahren nicht einmal wahrgenommen hatte. Deshalb schaute ich im Internet nach, was es da über die Tierschutzpartei zu finden gibt. Was ich fand, erklärt viel, aber es schockierte mich auch:

https://chaosimkosmos.wordpress.com/tag/boser-spiegel/

http://de.indymedia.org/2010/01/271757.shtml

http://tierschutzpartei-leaks.info/

http://tierschutzpartei-leaks.info/2014/05/09/stefan-eck/

http://tierschutzpartei-leaks.info/2014/05/12/offener-brief-michael-m-teil-2/

http://eckigekugel.wordpress.com/

Anstatt sich mit Interviews öffentlich lächerlich zu machen, sollte die Tierschutzpartei lieber die Öffentlichkeit über die Vorteile des Veganismus für Gesundheit, Tiere, Klima, Umwelt und die weltweit Hungernden informieren. Aber in dieser Hinsicht habe ich leider nie eine Öffentlichkeitsarbeit von der Tierschutzpartei wahrgenommen. In den 20 Jahren ihres Bestehens ist mir nichts, aber auch gar nichts bekannt geworden, was die Tierschutzpartei Positives für die Tiere erreicht hätte. Man war und ist offensichtlich zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

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