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Es ist verständlich, dass man über 77 Tote bei den Anschlägen in Norwegen entsetzt ist. Unverständlich ist, warum man nicht über bis zu 43.000 Kinder entsetzt ist, die täglich an Hunger sterben, während ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden! Der Schweizer Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung, schrieb: „Die Weltlandwirtschaft könnte ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute am Hunger stirbt, wird ermordet.“ Von wem ermordet? Von allen, die an diesem System beteiligt sind. Also auch von genau den Konsumenten, die durch ihre Käufe von tierlichen Produkten (für sich selbst und ihre Haustiere) dieses System finanzieren und sich nun über die 77 Toten in Norwegen entsetzen!

Übrigens: Der Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, ist Jäger und liebt die Jagd, wie man seinem Facebook-Profil entnehmen konnte.

Die Kriminologen wissen seit langer Zeit, dass Gewalt gegen Mensch und Tier den gleichen Wurzeln entspringen. Die meisten Massenmörder haben vorher Tiere gequält und getötet. In den Intensiv-Tierhaltungen und Schlachthöfen bleiben die Taten meistens unentdeckt oder werden, wenn überhaupt, nur mit Bagatellbussen geahndet. Obwohl es unfassbar viele Filmbeweise von perversesten Quälereien weltweit gibt, werden die Taten von der Tierindustrie jedes Mal als Einzelfälle dargestellt. Wenn sich die Gesellschaft nicht entschliesst, das systematische Quälen und Töten von Tieren zu beenden und zu ächten, wird ein friedlicheres Zusammenleben unter den Menschen nicht möglich sein.

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