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«Nach langen intensiven öffentlichen Diskussionen ist der assistierte Suizid in Quebec seit zwölf Jahren allgemein akzeptiert. Im Jahr 2014 wurde dieses Recht legalisiert. Die Selbstbestimmung jedes Einzelnen über einen Tod ohne langes Leiden hat nach Ansicht der grossen Mehrheit der Bevölkerung Vorrang. Das Verbot der passiven und aktiven Sterbehilfe, für das sich die in Quebec einst einflussreiche katholische Kirche einsetzte und immer noch einsetzt, findet kaum noch Zustimmung.»

Anmerkung: Ich habe nie verstanden, wie sich der Staat oder andere Menschen anmassen können, über den Willen eines Menschen hinsichtlich seines eigenen Lebens und Sterbens zu bestimmen. Wer leben möchte, dessen Leben ist mit allen Mitteln zu schützen. Wer jedoch sterben möchte, trifft eine höchstpersönliche Entscheidung, die grundsätzlich niemand anderem etwas angeht.

Ebenso muss es jedem freistehen, Leiden auf sich zu nehmen oder darauf zu verzichten. Wer bewusst weiterleben und leiden will, soll dies tun können. Wer nicht leiden möchte, dessen Leiden vorsätzlich gegen seinen Willen zu verlängern, halte ich für moralisch widerwärtig. Die Achtung der Selbstbestimmung endet nicht dort, wo es um das Lebensende geht.

https://www.infosperber.ch/freiheit-recht/menschenrechte/quebec-haelt-den-weltweiten-rekord-unterstuetzter-freitode/