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Das Video erklärt allgemeinverständlich die wichtigsten Quellen für Quecksilberbelastung beim Menschen und vergleicht insbesondere Zahnfüllungen aus Amalgam mit dem Quecksilber aus Fisch – vor allem Thunfisch.

Die wichtigsten Quecksilberquellen

Laut den wissenschaftlichen Daten stammen die häufigsten Quecksilberbelastungen heute aus drei Bereichen:

  • Amalgam-Zahnfüllungen („silberne“ Füllungen)
  • Bestimmte Impfstoffe mit Thiomersal
  • Fischkonsum, insbesondere wegen Methylquecksilber

Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Vergleich zwischen Amalgamfüllungen und Fisch.

Quecksilber aus Amalgamfüllungen

Bei Amalgamfüllungen wird beim Kauen oder Zähneknirschen ständig eine kleine Menge Quecksilberdampf freigesetzt. In den USA haben etwa 60 % der Menschen mindestens eine solche Füllung. Viele überschreiten dadurch offizielle Grenzwerte für die tägliche Quecksilberaufnahme. Die US-Arzneimittelbehörde FDA empfahl deshalb 2020, bestimmte Risikogruppen möglichst keine neuen Amalgamfüllungen mehr zu geben, darunter:

  • Kinder
  • Schwangere
  • Frauen mit Kinderwunsch

Allerdings rät die FDA normalerweise nicht dazu, bestehende Füllungen entfernen zu lassen, weil beim Herausbohren kurzfristig besonders viel Quecksilber freigesetzt wird.

Positiv ist aber, dass die Verwendung von Amalgam in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist.

Fisch als grössere Quecksilberquelle

Trotzdem zeigt das Video:
Für die meisten Menschen ist Fisch – besonders Thunfisch – oft die deutlich grössere Quecksilberquelle.

Studien zeigten:

  • Bei Kindern hing die Quecksilberbelastung stärker vom Fischkonsum ab als von der Anzahl der Amalgamfüllungen.
  • Selbst bei Zahnärzten war Fisch häufiger die Hauptursache erhöhter Quecksilberwerte.

Die geschätzte tägliche Belastung durch Amalgam entspricht etwa 2 Mikrogramm Quecksilber pro Tag.

Zum Vergleich:

  • Eine einzige Dose Thunfisch enthält etwa 60 Mikrogramm Quecksilber.

Risiken von Fisch

Fisch enthält zwar wertvolle Omega-3-Fettsäuren wie DHA, gleichzeitig aber auch das Nervengift Methylquecksilber.

Im Video wird erklärt:

  • Omega-3-Fettsäuren fördern die Gehirnentwicklung von Kindern.
  • Gleichzeitig kann Quecksilber genau diese Entwicklung schädigen.

Forscher versuchten deshalb, Nutzen und Schaden gegeneinander aufzurechnen. Das Ergebnis:

  • Der Nutzen durch Omega-3 sei nur knapp grösser als der Schaden durch Quecksilber, aber nur dann, wenn man die ganzen anderen giftigen Schadstoffe einfach unberücksichtigt lässt.

Der Autor kritisiert diese Rechnung jedoch grundsätzlich und fragt: Warum überhaupt ein Risiko eingehen, wenn man dieselben Nährstoffe auch ohne Schadstoffe bekommen kann?

Die zentrale Botschaft des Videos

Die Hauptaussage lautet:

  • Omega-3-Fettsäuren müssen nicht aus Fisch kommen.
  • Fische produzieren DHA nicht selbst – sie bekommen es ursprünglich aus Mikroalgen.
  • Menschen könnten DHA daher direkt aus algenbasierten Nahrungsergänzungsmitteln beziehen.

Dadurch könne man:

  • die Vorteile von Omega-3 erhalten,
  • aber Quecksilber sowie alle anderen Schadstoffe wie PCB oder Dioxine vermeiden.

Fazit

Dr. med. Greger kommt zu folgendem Schluss:

  • Amalgamfüllungen setzen tatsächlich Quecksilber frei und sollten besonders bei empfindlichen Gruppen vorsichtig eingesetzt werden.
  • Für viele Menschen ist jedoch Fisch – insbesondere Thunfisch – die deutlich grössere Quecksilberquelle.
  • Der Autor empfiehlt deshalb, Omega-3 lieber aus schadstofffreien Algenpräparaten statt aus Fisch zu beziehen.