«Das Europäische Parlament (EU-Parlament) hat mit einer deutlichen Mehrheit in Straßburg schärfere Beschränkungen für die Benennung von pflanzlichen Lebensmitteln sowie für kultiviertes Fleisch beschlossen.»
«Um den Kunden die Orientierung zu erleichtern und eine geschmackliche Einordnung zu bieten, nutzen die Hersteller Bezeichnungen, die sich eng an den tierischen Vorbildern orientieren. Ein „veganes Schnitzel“ oder eine „Tofu-Wurst“ signalisieren den Käufern sofort, wie das Produkt zubereitet wird und was sie geschmacklich erwartet.»
«Genau diese Praxis ist der traditionellen Fleischwirtschaft und konservativen Politikern seit langem ein Dorn im Auge. Sie argumentieren mit einem vermeintlich akuten Verwechslungsrisiko im Supermarkt. Ein Schnitzel müsse aus Kalb-, Schweine- oder Putenfleisch bestehen, alles andere führe die Menschen in die Irre.»
«Auf der anderen Seite stehen verzweifelte Produzenten und Händler, wie etwa die Betreiber von „Die Vegane Fleischerei“ in Dresden oder große Lebensmittelkonzerne, die Millionen in die Entwicklung pflanzlicher Proteine investiert haben. Sie weisen darauf hin, dass die Produkte vorbildlich und absolut transparent deklariert sind. Auf kaum einem Produkt fehlt der unübersehbare Hinweis „100 % pflanzlich“ oder „vegan“. Für die Hersteller geht es bei den Verboten um weit mehr als nur um Worte. Es geht um etablierte Markenrechte, enorme Kosten für die Umgestaltung von Verpackungen und das Risiko, dass Verbraucher die Produkte mangels vertrauter Namen im Regal überhaupt nicht mehr wiedererkennen.»
«Ein „Tofu-Kotelett“ oder ein „pflanzlicher Speck“ sind damit illegal. Besonders brisant ist, dass diese strengen Restriktionen explizit auch für kultiviertes Fleisch gelten sollen – also für echtes Fleisch, das im Labor aus tierischen Zellen gezüchtet wird, ohne dass dafür ein Tier sterben musste. Obwohl diese Technologie in Europa noch gar nicht marktreif oder flächendeckend zugelassen ist, beschneidet die Politik bereits im Vorfeld die Vermarktungschancen.»
«Wir betrachten diese Entwicklung aus juristischer Sicht mit großer Skepsis. Das Argument, Verbraucher würden ein veganes Erbsenschnitzel versehentlich für ein echtes Schweineschnitzel halten, geht an der Realität der modernen Konsumwelt vorbei.»
«Ein vollständiges Verbot bestimmter Begriffe schafft keine Klarheit, sondern verunsichert die Käufer und behindert ein stark wachsendes, ökologisch nachhaltiges Marktsegment im freien Wettbewerb.»
«Die neuen Vorgaben der Europäischen Union stellen Lebensmittelhersteller, Start-ups und Vertriebsunternehmen vor immense rechtliche und wirtschaftliche Herausforderungen.»
Anmerkung: Die Dummheit dieser weitgehend unbekannten und in zweifelhaften demokratischen Wahlverfahren ins Parlament gelangten Politiker ist atemberaubend. Einerseits werden die verrücktesten Massnahmen ergriffen, um den CO2-Ausstoss zur Rettung des Klimas zu verkleinern, u.a. die überstürzte Einführung von Elektroautos. Anderseits lässt man mit der Tierindustrie den nachgewiesen grössten Treibhausgasemittenten aussen vor und stützt die Tierbranche noch mit hohen Subventionen auf Kosten der Steuerzahler, offenbar weil die Fleischlobby die fast ausnahmslos fleisch(fr)essenden Politiker auf ihre Seite gezogen haben. Damit nicht genug: Aufgrund dieses Lobbyismus der Tierindustrie behindern diese Politiker sogar die klimafreundliche vegane Industrie nach besten Kräften! Ich möchte gar nicht die Diskussion bewerten, ob eine Klimawandel existiert oder nicht. Denn es geht hier um das völlig widersprüchliche, widersinnige und völlig absurde Verhalten einer Tollhaus-Politik, einerseits das Klima schützen zu wollen, anderseits aber die Tierindustrie als Hautursache des Klimawandels massiv zu fördern und die vegane Ernährung als klimafreundlichste Massnahme überhaupt massiv zu behindern und auszubremsen.
Ich bin mittlerweile zu der festen Überzeugung gelangt, dass das jetzige Parteiensystem die dümmsten und korruptesten Personen in die Parlamente spült. Bekannt auch als Kakistokratie: Die Herrschaft der Schlechtesten.
