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Gestern erhielten wir folgenden Hilferuf:

Bitte um dringende Hilfe für Tigro!

Sonst ist auch sein Leben bald zu Ende… Es konnte zwar sein Leben nun durch eine Futterspende verlängert werden – aber wie lange noch? – und Welches Leben muss der Hund geduldig ertragen?? Viele verzweifelte Grüße Silvia

KONTAKT

Romana Boschert [romana.boschert@speed.at]

Näheres unter: 06991 337 81 82

Dringend Fixplatz oder Pflegeplatz gesucht!!

M11: „Tigro“, Schäferrüde, 5 Jahre. Tigro lebt seit er ein Welpe ist, an der Kette und wurde nun zum Einschläfern gebracht. Der Tierarzt hat aber um Hilfe gebeten, da er keinen gesunden Hund einschläfern möchte. Wer hat ein Haus mit Garten für diesen armen Kerl?

Wir waren in Tigros „Zuhause“, er lebt in Lébény, das ist ein kleiner Ort zwischen Mosonmagyarovar und Györ. Die Familie lebt in einem kleinen Haus mit kleinem Garten ohne Gartenzaun und Tigro hängt hinter dem Haus in einer 1,5 Meter langen Kette. Er hat zu einer Seite hin die Mauer zum Nachbarsgrundstück, zu einer Seite hin die Garage und zu einer Seite hin eine Art Hütte/Verschlag. Die Kette lässt nur einen winzigen Bewegungsradius zu, und ist nicht länger, da er sonst laut den Besitzern über die Mauer zum Nachbarn hinüber springt. Tigro ist ein schöner und großer Kerl.

Man kann zu Tigro so also nur von einer Seite her zugehen und er reißt und zerrt ununterbrochen an der Kette und diese reißt ihn zurück, wie ständige starke Leinenrucks. Andauernd und bei allem, was er tut! Mich würden schwere Wirbelsäulenschäden und Aggressionsprobleme bei ihm gar nicht mehr wundern! Zu fressen bekommt er scheinbar Essens- und Knochenreste, sein „Areal“ ist voller Knochen und Skelettstücke.

Er bellt und knurrt Fremde an der Kette natürlich ziemlich an und ist sehr aufgeregt und wild. Wir haben uns zu ihm gehockt mit ein bisschen Abstand und Leckerlis gegeben, die hat er gierig genommen.

Leider war gestern nur die Tochter der Familie (ein zierliches 45-Kilo-Mädchen, ca. 20 Jahre) zuhause, die ihn nicht allein an der Leine halten kann, daher konnten wir ihn nicht beim Spazierengehen erleben.

Sie hat aber viel erzählt:

Tigro schafft es hin und wieder, sich aus seinem Kettenhalsband zu befreien und läuft dann frei für einige Stunden in der Gegend rum. Dabei tut er weder Menschen noch Hunden etwas.

Es gab bereits zwei Versuche der Familie, ihn innerhalb der Region an andere Ungarn weiter zu geben: Beim ersten Versuch gab ihm der neue Besitzer den Maulkorb hinunter und irgendwie ließ er dann den Tigro versehentlich laufen und schaffte es nicht mehr, ihn wieder einzufangen, scheinbar hat ihn Tigro jedes Mal angeknurrt oder geschnappt, wenn er ihm zu nahe kam mit der Leine. Der Mann hat dann die Familie gerufen, dass sie Tigro wieder holen sollen und diese nahmen ihn dann zwangsläufig wieder mit. Beim zweiten Versuch wurde dem „Neubesitzer“ der Tigro mit Maulkorb drauf an der Leine übergeben und zuerst interessierte Tigro sich gar nicht für ihn, doch dann versuchte er, ihn ins Bein und in die Füße und in die Leine zu beißen. (Er hatte aber einen Maulkorb auf).

Die ungarische Tierschützerin, mit der ich arbeite, schickte dann vor ein paar Monaten eine befreundete Hundetrainerin zu Tigro. Tigro wurde an die Leine genommen und sie ging auf ihn zu, dabei wollte er sie attackieren und hätte sie vielleicht auch gebissen, wäre er nicht von den Besitzern festgehalten worden.

Laut dem Mädchen gab es, abgesehen von diesen drei Dingen, keine Vorkommnisse in der Richtung. Wenn sie und ihr Freund hin und wieder mit Tigro an der Leine spazieren gehen, interessiert er sich nicht groß für fremde Menschen auf der Straße und wenn ein Hund vorbeigeht, bleiben sie stehen, halten ihn gut fest und warten, dann gehen sie weiter. Sie lassen ihn zu keinem Hund hin, aber auf Abstand ist er meist nicht aggressiv, nur einen Beaglerüden geht er auch mit Abstand voll an.

Ich habe den Eindruck, dass Tigro seinen Vertrauenspersonen gegenüber sehr freundlich ist und einfach eine Zeitlang bräuchte, um Vertrauen zu fassen! Ihn einfach jemandem in die Hand drücken funktioniert nicht und darum ging es bisher schief. Vielleicht hat er auch Schmerzen im Rücken oder in den Gelenken von der schlechten Haltung, und einfach Misstrauen gegenüber Fremden, weil er an der Kette so ungeschützt ist. Ich denke, wenn es wirklich jemanden gäbe, der ihn vorerst in einem Auslauf halten könnte oder in einem separaten, ausbruchssicheren Bereich im Garten, ist er kein hoffnungsloser Fall! Aber so jemanden zu finden, wird schwer sein…

Die Familie will ihn nach wie vor loswerden, die Mutter fürchtet sich vor ihm und sie sind nicht bereit, auch nur einen Cent für ihn auszugeben. Er wird nur noch geduldet, aber Futter haben sie jetzt erst einmal.

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