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«Im Vergleich zu Personen, die eine durchschnittliche Mischkost essen, haben Veganer und Veganerinnen ein niedrigeres Körpergewicht, niedrigere Blutdruck- und bessere Blutfettwerte, ein um etwa 25 Prozent geringeres Risiko für einen Herzinfarkt, ein um rund 50 Prozent geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes und ein geringeres Risiko für eine Krebserkrankung.»

«Grundsätzlich kann bei allen Ernährungsstilen, einschließlich der Mischkost, eine einseitige Lebensmittelauswahl zu einem Nährstoffmangel führen. „Bei einer rein pflanzlichen Ernährung sind die Mineralstoffe Kalzium, Eisen, Zink und Jod, die Vitamine B12, B2 und D sowie bestimmte Omega-3-Fettsäuren kritische Nährstoffe. Sie werden nicht immer in ausreichenden Mengen zugeführt“, weiß Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. Daher sollten Veganer und Veganerinnen ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung und gezielte Lebensmittelauswahl achten.»

«Im Prinzip ist eine vegane Ernährung für alle Personengruppen möglich. Ernährungsgesellschaften empfehlen sie jedoch nicht für Säuglinge, Kinder, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen sowie alte Menschen. Ernähren sich diese Menschen dennoch ausschließlich pflanzlich, sollten sie besonders gut auf eine gezielte Lebensmittelauswahl achten, zu angereicherten Nahrungsmitteln greifen, sich durch Fachkräfte beraten und die Versorgung mit kritischen Nährstoffen regelmäßig ärztlich überprüfen lassen.»

Anmerkung: Dies ist einer der besten Artikel über vegane Ernährung, die ich in Medien bisher gelesen habe. Zwar stimmt der Autor auch in das Gejammere über die angeblich «kritischen Nährstoffe» ein, leistet aber im Gegensatz zu anderen unterirdischen Artikeln gute Aufklärungsarbeit, indem er gut darüber aufklärt, welche Nahrungsmittel man konsumieren sollte, um diese «kritischen Nährstoffe» aufzunehmen. Trotzdem halte ich dieses Gejammere über die angeblich «kritischen Nährstoffe» für absurd, weil man bei einer einigermassen vernünftigen veganen Ernährung (nach den 7 Regeln) alle diese Nahrungsmittel sowieso aufnimmt und es somit keine «kritischen Nährstoffe» gibt. Gerade deshalb schreibt ja auch der Autor des Artikels vollkommen richtig, dass «grundsätzlich bei allen Ernährungsstilen, einschliesslich der Mischkost, eine einseitige Lebensmittelauswahl zu einem Nährstoffmangel führen kann».

Als kleine Kritik muss ich allerdings anbringen, dass behauptet wird, Ernährungsgesellschaften würden die vegane Ernährung jedoch nicht für Säuglinge, Kinder, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen sowie alte Menschen empfehlen. Das gilt nur für die völlig inkompetenten Ernährungsgesellschaften im deutschsprachigen Raum. In anderen Ländern mit kompetenten Ernährungsgesellschaften, die sich an die wissenschaftlichen Daten halten, wird die vegane Ernährung für jedes Alter empfohlen. Hier sei insbesondere die grösste und kompetenteste Ernährungsorganisation der Welt, die amerikanische AND (Academy of Nutrition and Dietetics) genannt. Zitat AND:

«Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass sachgerecht geplante vegetarische Ernährungsformen, einschließlich der veganen Ernährung, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile bei der Prävention und Behandlung von bestimmten Krankheiten bieten könnten. Diese Ernährungsformen eignen sich für alle Phasen des Lebenszyklus, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkindalter, Kindheit, Jugendalter, älteres Erwachsenenalter und für Sportler. Pflanzlich basierte Ernährungsformen sind umweltverträglicher als Kostformen, die reich an tierlichen Produkten sind, weil sie weniger natürliche Ressourcen verbrauchen und mit viel weniger Umweltschäden behaftet sind. Vegetarier und Veganer haben ein verringertes Risiko für bestimmte Erkrankungen wie ischämische Herzkrankheit, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck, bestimmte Arten von Krebs und Fettleibigkeit. Eine niedrige Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und eine hohe Zufuhr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Sojaprodukten, Nüssen und Samen (alle reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen) sind charakteristisch für vegetarische und vegane Ernährungsformen, die niedrigere Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterin-Werte verursachen und eine bessere Kontrolle der Serum-Glukose ermöglichen. Diese Faktoren leisten einen Beitrag zur Verringerung chronischer Erkrankungen. Veganer benötigen zuverlässige Quellen für Vitamin B 12 wie angereicherte Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel.»

https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/wer-haette-das-gedacht/worauf-ist-bei-veganer-ernaehrung-zu-achten