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Es gibt kaum ein absurdes Argument, das nicht genutzt wird, um den Konsum von Tierprodukten zu rechtfertigen. Was ich in diesem Artikel für einen Unfug las, erstaunte selbst mich dann doch noch:

Als Begründung wir angegeben, dass Darm und Verdauung nicht gut funktionierten, weil zu viele Ballaststoffe in der veganen Ernährung enthalten seien. Es ist vollkommen klar, dass ein über Jahre mit Tierprodukten misshandelter Darm manchmal seine Zeit braucht, um wieder normale Fasermengen bewältigen zu können. Die Autorin setzt als Behandlung Fisch und weissen Reis ein. Es ist natürlich Unsinn, dass Tierprotein die richtige Behandlung von Darmproblemen darstellt. Auch in einer veganen Ernährung kann man problemlos von Vollkornreis auf weissen Reis wechseln, ohne die vegane Ernährung aufzugeben. Das Gesundheitsargument ist also fachlich vollkommen absurd.

Dann führt die Autorin auch noch nicht nachvollziehbare ethische Gründe für eine omnivore Ernährung an und beruft sich dabei auf den omnivoren und omnipräsenten Philosophen Precht. Allerdings stinkt die von Precht vertretene “Moral” zum Himmel. Aus den Artikeln und den Fernsehauftritten geht klar hervor, dass Precht exakt weiss, welche Folgen eine nicht-vegane Ernährung für Tiere, Menschen, Umwelt, Klima und Welthunger hat. Trotzdem bekundet er öffentlich, dass er bewusst “nicht konsequent” sei, denn es ginge ja nicht darum der beste Mensch zu sein, sondern möglichst viel Gutes zu tun. Es fragt sich natürlich, wie man überhaupt noch in die Nähe von “Gutem” kommt, wenn man dazu beiträgt, Tiere zu versklaven, auszubeuten, zu quälen und zu ermorden, die Umwelt und das Klima zu ruinieren und den Welthunger zu fördern. Gerade diejenigen Menschen sind doch die schlimmsten, die genau wissen, was sie tun und welche Folgen ihr Tun hat und es trotzdem tun. Precht ist doch das beste Beispiel für diesen Typ von Menschen. Letztlich benutzt Precht seine eloquente Philosophie dafür, unmoralisches Verhalten für sich selbst und andere schönzureden. Er ist daher denkbar schlecht dafür geeignet, sein eigenes unmoralisches Verhalten ethisch begründen zu wollen.

Das Ganze führt dann auch noch dazu, den absurden Text mit “Stoppt endlich den Ernährungswahn” zu überschreiben. Dabei ist der wirksamste mir bekannte Umweltschutz bzw. Klimaschutz und der beste Schutz vor chronischen Erkrankungen und vorzeitigem Tod eine vegane Ernährung.

Schauen Sie sich doch einmal eine aktuelle Studie der Universität Oxford an, welche grandiosen Auswirkungen eine vegane Ernährung hat:

  • Eine vegane Kost hätte zur Folge, dass insgesamt jährlich 8,1 Millionen Menschen weltweit vor dem Tod bewahrt werden können.
  • Bei einer komplett veganen Lebensweise der Menschheit werden jährlich enorme Kosten gespart: 1,067 Billionen Dollar (Ersparnis Gesundheitskosten) und 570 Milliarden Dollar (Ersparnis Umweltkosten)
  • Bei einer rein veganen Lebensweise läge die Einsparung bei den ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen bei 70% pro Jahr.

Quelle:

https://utopia.de/studie-vegane-ernaehrung-klimaschutz-15078/

www.soaktuell.ch/index.php?page=/news/vegan-die-welt-retten-ist-das-moeglich_27533

http://www.pnas.org/content/113/15/4146.full

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Jährlich könnten 8,1 Millionen Menschen durch vegane Ernährung vor dem Tod bewahrt werden und dann kommt diese Autorin daher und schreibt: “Stoppt endlich den Ernährungswahn”. Ich denke, es wäre sehr viel sinnvoller, die Inkompetenz im Journalismus zu stoppen.

Der Artikel: http://ze.tt/stoppt-endlich-den-ernaehrungswahn/

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