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«Tofu ist in Deutschland längst kein veganes Nischenprodukt mehr, sondern ein echter Trend: Die pflanzliche Proteinquelle ist inzwischen so beliebt, dass es zu Engpässen in Supermärkten kommt. Wie die Lebensmittelzeitung im Mai 2026 berichtete, ist die Nachfrage so groß, dass die Hersteller mit der Produktion nicht hinterherkommen.»

Vorteile

  • «Du kannst deinen Proteinbedarf über eine pflanzliche Quelle decken: Mit 100 Gramm Tofu erfüllst du bereits einen guten Teil deines täglichen Proteinbedarfs.
  • Vielleicht werden deine Wechseljahresbeschwerden gelindert: Vereinzelt gibt es ältere Studien, die darauf hindeuten, dass die im Tofu enthaltenen Isoflavone die Beschwerden während der Wechseljahre lindern können. Nach aktuellem Wissensstand gibt es hierfür jedoch keine sicheren Anhaltspunkte, weitere Forschung ist notwendig.
  • Deine Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken und zu sterben verringert sich: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fasst die Ergebnisse aktueller epidemiologischer Studien zusammen und schlussfolgert, dass der Verzehr von Sojaprodukten, insbesondere Tofu, mit einem geringeren Risiko für die Entstehung von Brustkrebs sowie der Wahrscheinlichkeit daran zu sterben verbunden ist.
  • Dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert sich: Das BfR kommt zudem zu dem Schluss, dass der Verzehr von Sojaprodukten, insbesondere Tofu, mit einem geringeren Risiko für die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert ist.
  • Du kannst das Klima schützen: Im Vergleich zu Fleisch spart Tofu deutlich mehr Ressourcen. Ein Kilogramm Tofu hat eine 20-mal geringere CO2-Last als Rindfleisch und verbraucht nur 1000 statt 15.000 Liter Wasser.»

Risiken

«Neben der vielen Vorteile gibt es auch Risiken, die du beim Verzehr von Tofu bedenken solltest:

  • Möglicherweise wird deine Schilddrüsenfunktion beeinflusst: Wissenschaftler diskutieren die Auswirkungen von Isoflavonen auf die Schilddrüse. Bislang sind die Auswirkungen nicht abschließend geklärt. Bei einer ausreichenden Jodversorgung scheint es keine Beeinflussungen zu geben. Allerdings kann bei Jodmangel oder bestehenden Schilddrüsenerkrankungen ein nachteiliger Effekt durch Isoflavone nicht ausgeschlossen werden.
  • Du kannst Schwermetalle aufnehmen: Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zeigt sich bei Sojaprodukten, verglichen mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln, ein höherer Gehalt an Schwermetallen wie beispielsweise Cadmium, Nickel und Aluminium. Allerdings sind die aufgenommenen Mengen in der Regel gering, sodass auch bei Vegetarier:innen und Veganer:innen selbst bei lebenslanger Aufnahme keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.»

«Übrigens: Die Sorge, Tofu könne den Testosteronspiegel senken oder eine „Verweiblichung“ bei Männern verursachen, ist unbegründet. Studien zeigen keine relevanten hormonellen Effekte bei einem normalen Konsum.

Und auch das Argument, dass der Anbau von Soja den Einsatz von Gentechnik und die Abholzung des Regenwaldes fördert, ist für Tofuprodukte oft nicht konsequent weitergedacht: Denn wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft erklärt, machen pflanzliche Lebensmittel für den menschlichen Konsum – also Tofu, Sojadrinks und Co. – nur 7 Prozent der weltweiten Sojaproduktion aus. Über 80 Prozent hingegen wird zu Sojaschrot weiterverarbeitet, welches überwiegend als Tierfutter dient, also zur Produktion tierischer Lebensmittel genutzt wird.

Tofuprodukte, die in deutschen Supermärkten verkauft werden, sind zudem in den vielen Fällen Bio, gentechnikfrei und mit Soja aus Europa hergestellt. Um auf Nummer sicher zu gehen, achte auf entsprechende Labels auf der Verpackung.»

https://utopia.de/ratgeber/jeden-tag-tofu-essen-das-sind-die-folgen_953857/