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Allein diese Frage ist schon eine (intellektuelle) Zumutung. Die Frage stellt sich gar nicht, weil sie längst geklärt ist und eine vegane Ernährung auch in der Schwangerschaft die gesündeste Kostform darstellt. Denn die Fakten über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen gerade von Milchprodukten, Fleisch und Fisch sind erdrückend. Über 90 % aller kanzerogenen Umweltgifte kommen aus Tierprodukten. Wie kann man nur auf die verrückte Idee kommen, Schwangere und ungeborene Kinder damit zu ernähren?

Gerade Milchprodukte sind nicht nur voller gesundheitsschädlicher Umweltgifte, sondern enthalten auch noch jede Menge höchst problematischer Sexualhormone, Schwangerschaftshormone und Wachstumshormone, die alle in den komplexen Hormonhaushalt einer Schwangeren eingreifen. Warum mutet man das einer Schwangeren und ihrem ungeborenen Kind zu?

Auch die im Artikel enthaltene Empfehlung, man müsse die vegane Ernährung einer Schwangeren genau planen, damit man alle Nährstoffe in der richtigen Menge erhält, ist absurd. Das kann ein normaler Bürger gar nicht leisten, ohne den ganzen Tag mit Ernährungstabellen beschäftigt zu sein. Wenn man sich abwechslungsreich rein pflanzlich ernährt und auf die Vitamin B12 Zufuhr achtet, also genauso wie es auch für nicht schwangere Menschen richtig ist, dann erhält der Organismus nicht nur alle Nährstoffe, sondern er ist sogar ideal mit allen Nährstoffen versorgt! Es fehlt weder an Eiweiss noch an sonstigen Nährstoffen. Auch eine Schwangere braucht sich nur an die 7 Regeln zu halten, die aus den Ergebnissen der wissenschaftlichen Ernährungsforschung hervorgegangen sind: http://www.provegan.info/index.php?id=234&L=0 Genau deshalb stellt die Frage „Vegan in der Schwangerschaft – geht das?“ eine intellektuelle Zumutung dar! Kommt dann noch das dumme Gerede der Pseudowissenschaftler dazu, die sich als Lakaien der Tierindustrie ihre Pfründe sichern wollen, dann ist die Verunsicherung unter den Menschen verständlicherweise gross. Mir ist kein einziger Fall einer veganen Schwangeren bekannt, deren Kind Schaden genommen hätte, wenn sie sich abwechslungsreich vegan mit Substitution von Vitamin B12 ernährt hat. Ganz im Gegenteil, es sind wunderbar gesunde Kinder, die laut wissenschaftlichen Studien als Kind einen höhren IQ aufweisen. Probleme treten manchmal dann auf, wenn sich nachlässige Veganerinnen in der Schwangerschaft nicht abwechslungsreich ernähren und kein Vitamin B12 substituieren. Aus diesen Einzelfällen einer verantwortungslosen Ernährung in der Schwangerschaft schliessen zu wollen, dass vegane Ernährung in der Schwangerschaft gefährlich sei, stellt eine intellektuelle Bankrotterklärung dar. Das ist auch moralisch absolut verantwortungslos. Die mangelversorgten Kinder der Omnivoren sollte eher ein Thema sein!

Erinnern wir uns noch einmal daran, was die grösste Ernährungsorganisation der Welt, die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung (ADA, heute AND) schon 2009 sagte, die noch dazu Rücksicht auf die Nahrungsmittelindustrie nehmen muss, von der sie auch Gelder erhält:

„Die American Dietetic Association ist der Ansicht, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, einschliesslich komplett vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile in der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Heranwachsende und Sportler.“

Anmerkung: Ich mir wohl bewusst, dass das ganze Anschreiben gegen den Schwachsinn der skrupellosen Vegangegner kaum etwas bringt, aber ich tue es trotzdem. „Wissen macht uns verantwortlich.“ („El conocimiento nos hace responsables.“) – Ernesto Rafael „Che“ Guevara de la Serna

Im nachfolgenden Artikel werde ich noch einmal den Nährstoffvergleich von omnivorer und veganer Ernährung publizieren, so dass selbst ein Laie versteht, dass bei einer abwechslungsreichen veganen Ernährung auf der Basis vollwertiger pflanzlicher Nahrungsmittel gar kein Nährstoffmangel auftreten kann.

http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/vegan-und-schwanger-geht-das-a-1061129.html

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