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Dr. Michael Greger beschreibt in seinem Artikel „Which Beans Best Block the Spread of Cancer?“ eine faszinierende Forschungsrichtung: Bestimmte Inhaltsstoffe in Hülsenfrüchten könnten dazu beitragen, die Ausbreitung von Krebszellen zu bremsen. Dabei geht es nicht um eine Heilung von Krebs, sondern um mögliche Mechanismen, die die Metastasierung erschweren könnten.

Die zentrale Frage: Wie breiten sich Krebszellen aus?

Damit Krebs gefährlich wird, müssen Tumorzellen aus ihrem ursprünglichen Gewebe ausbrechen und in andere Körperregionen gelangen. Dazu nutzen sie spezielle Enzyme, sogenannte Matrix-Metalloproteinasen (MMPs). Diese wirken gewissermaSSen wie molekulare „Bohrmaschinen“, mit denen Krebszellen umliegendes Gewebe durchdringen können. Besonders wichtig ist dabei das Enzym MMP-9.

Was haben Bohnen damit zu tun?

Forscher fanden heraus, dass Hülsenfrüchte natürliche Eiweisse enthalten, die die Aktivität solcher Enzyme hemmen können. In Laborversuchen wurden verschiedene Hülsenfrüchte getestet:

  • Lupinen
  • Kichererbsen
  • Sojabohnen
  • Favabohnen
  • Linsen
  • Schwarze Augenbohnen (Black-eyed Peas)
  • Gewöhnliche Bohnen (z. B. Kidney-, Pinto- oder schwarze Bohnen)
  • Spalterbsen

Die stärkste Hemmung der krebsfördernden Enzyme zeigten:

Lupinenbohnen
Kichererbsen
Sojabohnen

Diese reduzierten die Enzymaktivität um über 90 %. Auch Linsen, Favabohnen und gewöhnliche Bohnen zeigten deutliche Effekte, wenn auch etwas schwächer.

Wurde auch die Wanderung von Krebszellen untersucht?

Ja. In einem Zellkulturversuch erzeugten Forscher eine Lücke in einer Schicht menschlicher Darmkrebszellen. Normalerweise wandern die Krebszellen rasch in die freie Fläche hinein. Wurden jedoch Extrakte aus Lupinen, Kichererbsen oder Sojabohnen hinzugegeben, verlief diese Zellwanderung deutlich langsamer. Das deutet darauf hin, dass die Ausbreitung von Krebszellen erschwert wird.

Bleibt die Wirkung nach dem Kochen erhalten?

Eine wichtige Frage lautet: Was nützen solche Effekte, wenn sie nur bei rohen Bohnen auftreten? Die Untersuchungen zeigten zumindest für Sojabohnen, dass die hemmenden Eiweisse auch nach dem Kochen aktiv bleiben können.

Weitere mögliche Schutzmechanismen

Greger verweist zudem auf andere Inhaltsstoffe von Hülsenfrüchten, insbesondere Phytate. Diese wurden früher oft als „Antinährstoffe“ betrachtet. Heute gibt es Hinweise darauf, dass sie Krebszellen in ihrem Wachstum und ihrer Beweglichkeit beeinträchtigen könnten. Ausserdem könnten sie die Bildung bestimmter Enzyme fördern bzw. hemmen, die für das Eindringen von Tumoren in gesundes Gewebe notwendig sind.

Was bedeutet das praktisch?

Der Artikel liefert keinen Beweis, dass Bohnen Krebs heilen oder Metastasen verhindern. Die meisten Ergebnisse stammen aus Labor- und Zellversuchen. Dennoch passt die Forschung gut zu epidemiologischen Studien, die zeigen, dass Menschen mit höherem Hülsenfruchtkonsum tendenziell ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten – insbesondere Darmkrebs – haben.

Die praktische Botschaft von Dr. Greger

Greger empfiehlt, regelmässig verschiedene Hülsenfrüchte zu essen:

  • Bohnen (Kidney-, schwarze, Pinto-Bohnen usw.)
  • Kichererbsen
  • Linsen
  • Erbsen
  • Sojaprodukte
  • Lupinenprodukte

Nicht eine einzelne „Wunderbohne“ steht im Mittelpunkt, sondern der regelmässige Verzehr von Hülsenfrüchten als Teil einer vollwertigen, pflanzenbetonten Ernährung.

Kurzfassung in einem Satz:
Die Forschung, die Dr. Greger vorstellt, deutet darauf hin, dass insbesondere Lupinen, Kichererbsen und Sojabohnen natürliche Stoffe enthalten, die im Labor wichtige Enzyme für die Ausbreitung von Krebszellen stark hemmen konnten – ein weiterer guter Grund, Hülsenfrüchte regelmässig auf den Speiseplan zu setzen.

Quelle: https://nutritionfacts.org/blog/which-beans-best-block-the-spread-of-cancer/