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Immer mehr Studien zeigen: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der typisch westlichen Ernährungsweise und vielen Zivilisations­krankheiten. Gleichzeitig hat eine vollwertige pflanzliche Ernährung überraschend positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Doch es geht nicht nur um unsere eigene Gesundheit: Der übermäßige Konsum von Fleisch, Fisch, Milch, Eiern gefährdet längst unsere Lebensgrundlagen auf diesem Planeten. Und: Durch den massenhaften und immer weiter steigenden Konsum tierischer Produkte in den Industrieländern müssen immer mehr Menschen auf diesem Planeten hungern.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nr. 1: In Europa sterben pro Jahr über vier Millionen Menschen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Zahl der Krebserkrankungen steigt dramatisch: Jedes Jahr erhalten über drei Millionen Europäer die Diagnose Krebs. Zwei Millionen davon sterben. Auch Diabetes ist zu einer Epidemie geworden, und bereits jeder zweite Europäer und Amerikaner leidet an Übergewicht.

2004 veröffentlichte Prof. Campell die Ergebnisse unter dem Titel »The China Study«. Die Studie belegt eindeutige Zusammenhänge zwischen tiereiweißreicher Ernährung und der Entstehung von chronischen Erkrankungen wie Krebs, koronaren Herzerkrankungen, Diabetes, Adipositas sowie Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma.

Der Chirurg und Präventivmediziner Dr. Caldwell B. Esselstyn nennt die Zunahme von Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit einen »Tsunami«. Und er fügt hinzu: »Interessanterweise sind sich alle Experten einig, dass die Ursache für diesen Tsunami unser Lebensstil ist. Und die treibende Kraft hinter diesem krank machenden Lebensstil ist unsere Abhängigkeit von tierischer Ernährung.«

Doch warum sind diese Tatsachen in der Öffentlichkeit so wenig bekannt? »Das Problem ist, dass mit Fleisch, Milch und Eiern sehr viel Geld verdient wird«, erklärt der Mediziner Dr. Ernst Walter Henrich. »Und dass diese Konzerne natürlich Profit erwirtschaften wollen, ist klar. Auf der anderen Seite gibt es keine Interessensgruppe, die Wert darauf legt, die Leute gesund zu erhalten. Denn wer hat ein finanzielles Interesse daran, dass die Leute gesund bleiben? – Keiner. Die Medizinindustrie verdient daran, dass sie die Leute therapieren kann. Nur an kranken Leuten kann die Medizinindustrie Geld verdienen. Auch die Pharmaindustrie verdient nur am kranken Menschen.«

Bei Arthur Soteros brachte eine konsequente Umstellung auf eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung den Durchbruch. »Nach 30 bis 40 Tagen waren die Schmerzen in meinem Herzen und das Taubheitsgefühl in meinem Gesicht verschwunden«, berichtet er. »Ich ernährte mich weiterhin rein pflanzlich. Fünf Monate später sagte mir mein Kardiologe und Hausarzt, dass ich von meinem Diabetes geheilt sei.« Später fragte ihn sein Augenarzt, warum er eine Brille tragen würde. »Mit dem Verschwinden des Diabetes hatte sich auch meine Sehkraft verbessert.« Auch sein Herzleiden ist verschwunden. Er hat gesunde Blutwerte und konnte seine Medikamente deutlich reduzieren. Und er verlor 20 Kilo überschüssiges Körpergewicht. »Ich fühle mich jetzt mit 53 Jahren besser als mit 30«, sagt Arthur Soeros.

Sharon Kintz hatte einen Herzinfarkt erlitten. Eine Operation lehnte sie ab. Stattdessen stellte sie auf eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung um. Mit Erfolg: Schon nach vier Wochen verschwanden die Schmerzen.

»Immer mehr Menschen fressen immer mehr Tiere, weil immer mehr Menschen sich Fleisch leisten können«, sagt der ehemals größte Fleischfabrikant Europas. Doch in 20 Jahren werde nicht mehr genug Futter da sein: »Dann fressen wir die Erde kahl. Es gibt den Weltagrar­bericht, es ist alles berichtet, dass wir mit der heutigen Form der Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen zerstören, den Boden zerstören, den Planeten ausplündern.«

Der wachsende Fleischkonsum beschleunigt den Klimawandel und das Artensterben. Er schädigt Böden, Wasser und Luft. Und er verschärft den Welthunger.

Dr. Vandana Shiva ist Quantenphysikerin, Umweltschützerin und Vorstandsmitglied im Weltzukunftsrat. Außerdem berät sie die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen. Weltweit hungern 1,8 Milliarden Menschen. Alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung – das sind fast 15.000 Kinder pro Tag. Der Großteil der Welternte an Getreide und Soja landet in den Futtertrögen der industriellen Massentierhaltung. »Wir sprechen also von einem System, das unter dem Deckmantel, Menschen zu ernähren, Hunger auf diesem Planten erzeugt«, so die Quantenphysikerin und Umweltschützerin.

Zu den Nebenwirkungen der Fleisch- und Milchproduktion gehört auch die Erzeugung von Methangas. Diese und viele weitere Faktoren lassen die industrielle Massentierhaltung zu einem Brandbeschleuniger des Klimawandels werden. Immer häufiger erfahren wir von einer neuen Jahrhundert-Dürre, einer erneuten Jahrhundert-Flut, einem weiteren Jahrhundert-Sturm oder dem Fortschreitenden Abschmelzen der Gletscher und Pole.

Hinzu kommt: Riesige Mengen Mist und Gülle aus der Massentierhaltung verseuchen unsere Umwelt. Bei der Produktion von einem Kilogramm Fleisch entstehen etwa 6 Kilogramm Gülle. Gülle setzt unter anderem Ammoniak frei, das die umliegende Luft verätzt und die Böden nachhaltig schädigt. Gülle gefährdet zudem mit ihren Nitraten auch unser Trinkwasser.

»Die Fleischindustrie ist ein Skandal«, fasst es die Wissenschaftlerin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva zusammen. »Es ist ein Verbrechen gegen die Erde und gegen unseren Körper.« Der massenhafte Fleischkonsum bewirke eine biologische Katastrophe, erklärt sie. Er zerstört die Artenvielfalt, das Klima, das Wasser, den Boden, die Luft. Vor allem aber ist die Fleischindustrie ein Verbrechen gegen die Tiere.

Fleisch ist so billig wie nie zuvor. 98 Prozent davon stammt aus industrieller Massentierhaltung. »In der intensiven agrarindustriellen Haltung werden die Tiere nicht mehr als Individuen gesehen, sondern als bloße Produktionsmittel, wie Blechdosen, Autoersatzteile oder als Gebrauchsartikel mit dem Ziel, höchstmöglichen ökonomischen – sprich wirtschaftlichen – Gewinns«, sagt der Tierarzt Dr. Hermann Focke. Dr. Hermann Focke, langjähriger Veterinäramtsleiter in der Region mit der größten Dichte von in Massentierhaltung gehaltenen Tieren in Europa, bringt es auf den Punkt: »Seit Bestehen der Menschheit hat es kein solches Ausmaß an Tierquälerei gegeben – sowohl was Quantität als auch die Intensität angeht – wie in unserer Zeit.«

Doch in der industriellen Massentierhaltung müssen Mutterschweine einen Großteil ihres Lebens in Kastenständen verbringen, in denen sie sich fast nicht bewegen können. Sie liegen auf nacktem Beton. Es ist den Mutterschweinen nicht möglich, ihren Kindern große, weiche Nester zu bauen, wie sie es in der Natur tun würden. Ihre Jungen bringen sie in so genannten Abferkelbuchten zur Welt. Darin fixiert, ist es ihnen nicht möglich, sich um ihre Ferkel zu kümmern. »Die Sauen in der modernen Schweinehaltung sind die ärmsten Schweine im wahrsten Sinne des Wortes«, so Dr. Hermann Focke.

Hubert Liebertz arbeitete als Kopfschlächter in verschiedenen Schlachthöfen, bis er das Leid der Tiere nicht mehr ertragen konnte. »Ich habe sehr oft gesehen, wie Tiere nicht richtig betäubt waren: Schweine, die aus dem Brühkessel gesprungen sind, wo der Kopfschlächter hingegangen ist und mit einer Eisenstange noch mal draufgehauen hat. Das ist eigentlich Standard, das ist völlig normal.« Tiere von Bio-Höfen sind übrigens keine Ausnahme, sie durchlaufen im Schlachthof dieselben »Produktionsprozesse«. Wird das Tier zerlegt, hat es alle Qualen, die die Industrie zu bieten hat, durchlitten.

»Mein Ziel mit HOPE FOR ALL ist es, dies alles natürlich einerseits aufzuzeigen, gleichzeitig aber auch den Einzelnen an die Wichtigkeit von Eigenverantwortung und die Kraft des Einzelnen zu erinnern«, erklärt Filmemacherin Nina Messinger. »HOPE FOR ALL hat eine klare Botschaft: Verändern wir unser Essverhalten, so verändern wir den Planeten.«

Die Gesamtübersicht zum Film hier: http://www.freiheit-fuer-tiere.de/artikel/hope-for-all-unsere-nahrung—unsere-hoffnung.html

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