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Konzerne aus Kambodscha verkaufen für Millionen Euro Zucker nach Europa. Für Plantagen haben 12.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Wälder werden vernichtet. Bitte verlangen Sie von der EU, keinen Zucker von geraubtem Land zu importieren.

Die Hütten standen lichterloh in Flammen, Frauen und Kinder weinten, doch die Soldaten des „Bataillon 313“ kannten keine Gnade. „Sie haben alles verbrannt, sogar den Reis auf den Feldern. Sie haben unsere Häuser zerstört“, erzählt die Bäuerin Yoeung Kheung im Dokumentarfilm „Landraub“. Die Bewaffneten hätten Platz gemacht für Zuckerrohrplantagen der Firma „Phnom Penh Sugar“. Auf 20.000 Hektar breitet sie sich aus.

Die vertriebenen Dorfbewohner hausen nebenan in Hütten aus Bambus. Sie leben in Armut. „Wir haben kaum noch genug zu essen“, sagt die 85-jährige Yiey Loeum.

Für das Elend der Menschen in Kambodscha ist der Hunger Europas nach Zucker verantwortlich. Im Rahmen des Handelsabkommens „Everything but Arms“ verlangt die EU für Importe aus dem armen Land keinen Zoll. Das soll die Wirtschaft stärken und Armut bekämpfen. Das ist eine Einladung für Geschäftsleute, sich Land unter den Nagel zu reißen und es mit Plantagen zu überziehen.

2008 wurde in Kambodscha kein Zuckerrohr angebaut, jetzt sind es über 100.000 Hektar. Wälder und Schutzgebiete werden zerstört, für Tausende Kleinbauern und ihre Familien ist kein Platz mehr.

Dorfbewohnern bleibt oft keine Wahl, als auf den Plantagen zu schuften, für die sie ihre Parzellen verloren haben. Sie jäten Unkraut, schneiden Zuckerrohr und verdienen so 2,50 Euro Tageslohn. Sogar Kinder müssen arbeiten, damit die Familien überleben.

Seit Juni laufen endlich Gespräche zwischen der EU und der kambodschanischen Regierung, Familien zu entschädigen. Das packt die Tragödie zwar noch nicht an der Wurzel, zeigt aber, dass die EU die Fehler erkannt hat.

Bitte fordern Sie von der EU, das Handeslabkommen zu überarbeiten. Es darf kein Zucker aus Kambodscha importiert werden, solange dafür Einheimische von ihrem Land vertrieben werden.

Anmerkung ProVegan: Verwenden Sie keinen raffinierten Zucker, auch weil er ungesund ist und die Vorteile einer veganen Ernährung (teilweise) wieder zunichte macht!

Petition: www.regenwald.org/aktion/1012/zucker-fuer-die-eu-verwuestet-unser-land?mtu=104347221&t=1098

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